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Technische Universität Dresden

Design von Stichproben in analytischen Datenbanken

Abstract

dc:description.abstract

Aktuelle Studien belegen ein rasantes, mehrdimensionales Wachstum in analytischen Datenbanken: Das Datenvolumen verzehnfachte sich in den letzten vier Jahren, die Anzahl der Nutzer wuchs um durchschnittlich 25% pro Jahr und die Anzahl der Anfragen verdoppelte sich seit 2004 jährlich. Bei den Anfragen handelt es sich zunehmend um komplexe Verbundanfragen mit Aggregationen; sie sind häufig explorativer Natur und werden interaktiv an das System gestellt. Eine Möglichkeit, der Forderung nach Interaktivität bei diesem starken, mehrdimensionalen Wachstum nachzukommen, stellen Stichproben und eine darauf aufsetzende näherungsweise Anfrageverarbeitung dar. Diese Lösung bietet signifikant kürzere Antwortzeiten sowie Schätzungen mit probabilistischen Fehlergrenzen. Mit den Operationen Verbund, Gruppierung und Aggregation als Hauptbestandteile analytischer Anfragen ergeben sich folgende Anforderungen an das Design von Stichproben in analytischen Datenbanken: Zwischen den Stichproben fremdschlüsselverbundener Relationen ist die referenzielle Integrität zu gewährleisten, sämtliche Gruppen sind angemessen zu repräsentieren und Aggregationsattribute sind auf extreme Werte zu untersuchen. In dieser Dissertation wird für jedes dieser Teilprobleme ein Stichprobenverfahren vorgestellt, das sich durch speicherplatzbeschränkte Stichproben und geringe Schätzfehler auszeichnet. Im ersten der vorgestellten Verfahren wird durch eine korrelierte Stichprobenerhebung die referenzielle Integrität bei minimalem zusätzlichen Speicherplatz gewährleistet. Das zweite vorgestellte Stichprobenverfahren hat durch eine Berücksichtigung der Streuung der Daten eine angemessene Repräsentation sämtlicher Gruppen zur Folge und unterstützt damit beliebige Gruppierungen, und im dritten Verfahren ermöglicht eine mehrdimensionale Ausreißerbehandlung geringe Schätzfehler für beliebig viele Aggregationsattribute. Für jedes dieser Verfahren wird die Qualität der resultierenden Stichprobe diskutiert und bei der Berechnung speicherplatzbeschränkter Stichproben berücksichtigt. Um den Berechnungsaufwand und damit die Systembelastung gering zu halten, werden für jeden Algorithmus Heuristiken vorgestellt, deren Kennzeichen hohe Effizienz und eine geringe Beeinflussung der Stichprobenqualität sind. Weiterhin werden alle möglichen Kombinationen der vorgestellten Stichprobenverfahren betrachtet; diese Kombinationen ermöglichen eine zusätzliche Verringerung der Schätzfehler und vergrößern gleichzeitig das Anwendungsspektrum der resultierenden Stichproben. Mit der Kombination aller drei Techniken wird ein Stichprobenverfahren vorgestellt, das alle Anforderungen an das Design von Stichproben in analytischen Datenbanken erfüllt und die Vorteile der Einzellösungen vereint. Damit ist es möglich, ein breites Spektrum an Anfragen mit hoher Genauigkeit näherungsweise zu beantworten.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
thesis.doctoral
Grantor dc:publisher
Technische Universität Dresden
Year
2009

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Rösch, Philipp
Contributors dc:contributor
  • Lehner, Wolfgang
  • Küspert, Klaus

Subjects

dc:subject × 8

Chain of custody

source
Harvested from
QUCOSA
Base URL
www.qucosa.de/oai/
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Rösch, Philipp. Design von Stichproben in analytischen Datenbanken. thesis.doctoral thesis, Technische Universität Dresden, 2009.