{"id":{"repo_id":"potsdam-thes","oai_identifier":"oai:kobv.de-opus4-uni-potsdam:70521"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/potsdam-thes/oai:kobv.de-opus4-uni-potsdam:70521","repository":{"repo_id":"potsdam-thes","name":"Universität Potsdam - Thes","base_url":"https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/oai"},"display":{"title":"Medienkritik und Medienkompetenz","abstract":"Die vorliegende Magisterarbeit befasst sich mit dem Stellenwert der Medienkritik als Kernkompetenz innerhalb der Medienpädagogik sowie mit ihrer konzeptionellen Einbindung und Berücksichtigung in der medienpädagogischen Praxis. Während Medienkompetenz in der fachwissenschaftlichen Diskussion als unbestrittene Leit- und Zielkategorie gilt, wird die Teilkompetenz der Medienkritik in der Literatur vermehrt als vernachlässigtes Aufgabenfeld thematisiert. Ausgehend von diesem theoretischen Spannungsfeld untersucht die Arbeit im ersten Teil die begrifflichen Grundlagen, theoretischen Verortungen in gängigen Medienkompetenzmodellen (u. a. nach Baacke, Tulodziecki, Aufenanger und Ganguin) sowie die historische und systematische Genese von Medienkritik innerhalb unterschiedlicher medienpädagogischer Strömungen. Der zweite Teil der Arbeit widmet sich einer qualitativen, hermeneutisch-orientierten Dokumentenanalyse von vier ausgewählten medienpädagogischen Praxisprojekten für Kinder und Jugendliche. Ziel der Untersuchung war es, zu überprüfen, ob und in welcher Weise medienkritische Dimensionen auf der konzeptionellen Ebene praktischer Angebote explizit oder implizit Berücksichtigung finden. Die Ergebnisse der kriterienbasierten Analyse zeigen, dass der Begriff der Medienkritik auf der Oberfläche der untersuchten Praxiskonzepte kaum explizit verwendet wird; die Praxis fokussiert sich primär auf die Förderung von Medienkompetenz als globale Zielkategorie. Durch den interpretativen Zugriff konnten jedoch vielfältige implizite Bezüge identifiziert werden. Es wird deutlich, dass medienkritische Aspekte in der Projektpraxis als integratives Teilziel fungieren, welches eng mit medienspezifischer Wissensvermittlung und der aktiven Mediengestaltung verknüpft ist und andere Dimensionen der Medienkompetenz durchdringt.","abstract_html":"Die vorliegende Magisterarbeit befasst sich mit dem Stellenwert der Medienkritik als Kernkompetenz innerhalb der Medienpädagogik sowie mit ihrer konzeptionellen Einbindung und Berücksichtigung in der medienpädagogischen Praxis. 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While media competence (Medienkompetenz) is widely recognized as the primary guiding category in academic discourse, the sub-competence of media criticism is increasingly discussed in literature as a neglected area of responsibility. Based on this theoretical tension, the first part of the thesis examines the conceptual foundations, theoretical positioning within prominent media competence models (including Baacke, Tulodziecki, Aufenanger, and Ganguin), and the systematic development of media criticism within various media pedagogical traditions. The second part presents a qualitative, hermeneutically oriented document analysis of four selected practical media pedagogical projects designed for children and adolescents. The study aims to determine whether and in what ways dimensions of media criticism are explicitly or implicitly integrated into the conceptual frameworks of these practical programs. The results of the criteria-based analysis reveal that the term \"media criticism\" itself is rarely used explicitly on the surface of the examined project concepts; practice focuses primarily on promoting media competence as an overarching objective. However, through interpretive analysis, numerous implicit connections were uncovered. 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