{"id":{"repo_id":"potsdam-thes","oai_identifier":"oai:kobv.de-opus4-uni-potsdam:68591"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/potsdam-thes/oai:kobv.de-opus4-uni-potsdam:68591","repository":{"repo_id":"potsdam-thes","name":"Universität Potsdam - Thes","base_url":"https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/oai"},"display":{"title":"Soziale Reproduktion in der und durch wirtschaftspolitische Forschung","abstract":"Soziale Reproduktion bezeichnet sowohl den Erhalt und die Wiederherstellung von Arbeitskraft als auch die Reproduktion der Reproduktionsverhältnisse selbst. In der marxistisch-feministischen Theorie hat der Begriff zentrale Bedeutung, da er die meist von Frauen geleistete, im Kapitalismus jedoch unsichtbar gemachte Haus- und Sorgearbeit als Grundlage allen Wirtschaftens sichtbar macht. Ausgangspunkt der Masterarbeit ist die Annahme, dass die Wirtschaftspolitik und ihr Diskurs wesentlich zur ideologischen Absicherung sozialer Reproduktion beitragen. Mithilfe des Forschungsprogramms der Wissenssoziologischen Diskursanalyse (WDA) wird untersucht, wie wirtschaftspolitische Forschung Themen der sozialen Reproduktion behandelt und damit spezifische Wirklichkeitskonstruktionen hervorbringt. Die Analyse zeigt, dass soziale Reproduktion dabei vor allem als Hindernis für die Erwerbstätigkeit von Frauen und Gleichstellung sowie als funktionales Mittel zur Aufrechterhaltung von Produktion verhandelt wird. Demgegenüber argumentiert die Arbeit, dass eine tatsächliche Absicherung sozialer Reproduktion nur gelingen kann, wenn ihre eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund gestellt werden. Ziel der Arbeit ist es, den wirtschaftspolitischen Diskursraum durch die Verbindung mit marxistisch-feministischer Theorie zu erweitern und alternative Perspektiven auf soziale Reproduktion sichtbar zu machen.","abstract_html":"Soziale Reproduktion bezeichnet sowohl den Erhalt und die Wiederherstellung von Arbeitskraft als auch die Reproduktion der Reproduktionsverhältnisse selbst. In der marxistisch-feministischen Theorie hat der Begriff zentrale Bedeutung, da er die meist von Frauen geleistete, im Kapitalismus jedoch unsichtbar gemachte Haus- und Sorgearbeit als Grundlage allen Wirtschaftens sichtbar macht. Ausgangspunkt der Masterarbeit ist die Annahme, dass die Wirtschaftspolitik und ihr Diskurs wesentlich zur ideologischen Absicherung sozialer Reproduktion beitragen. 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Using the research program of the Sociology of Knowledge Approach to Discourse (SKAD), the study examines how economic policy research addresses issues of social reproduction and thereby produces specific constructions of reality. The analysis demonstrates that social reproduction is primarily framed as an obstacle to female employment and gender equality, as well as a functional means of maintaining production. In contrast, the thesis argues that the actual safeguarding of social reproduction requires placing its own needs at the center. 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