{"id":{"repo_id":"potsdam-thes","oai_identifier":"oai:kobv.de-opus4-uni-potsdam:68270"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/potsdam-thes/oai:kobv.de-opus4-uni-potsdam:68270","repository":{"repo_id":"potsdam-thes","name":"Universität Potsdam - Thes","base_url":"https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/oai"},"display":{"title":"Lexical access in bilingual and multilingual speakers","abstract":"Das Ziel der vorliegenden Arbeit war den lexikalischen Zugang bei bilingualen und multilingualen Personen zu untersuchen. Im Rahmen der Studie wurden die durchschnittlichen Antwortzeiten, Fehlerquoten sowie die Anzahl der „tip-of-the-tongue“-Zustände bei der Durchführung eines Bildbenennungsexperiments genauer untersucht. In vorangehenden Studien wurden hauptsächlich die Performanz von monolingualen und bilingualen Personen verglichen. Die bilinguale Gruppe bestand aus zehn bilingualen Personen, deren Erstsprache Englisch und deren Zweitsprache Deutsch. Die multilinguale Gruppe bestand aus zwölf Personen, die unterschiedliche Erstsprachen aufweisen. Ihre Zweitsprache war Englisch, während Deutsch als Drittsprache erworben wurde. Alle Teilnehmenden verfügen über ein B2- bis C1-Niveau in den jeweiligen Sprachen und leben bereits seit mehreren Jahren in Deutschland. Die Ergebnisse des Bildbenennungsexperiments offenbarten, dass die Differenzen in den Antwortzeiten, Fehlerquoten und der Anzahl der „tip-of-the-tongue“-Zustände nicht signifikant sind. Allerdings ließen sich anhand der Mittelwerte leichte Unterschiede zwischen den Gruppen erkennen. Die geringe Größe der Stichprobe könnte eine Ursache für die nicht signifikanten Ergebnisse sein. Es ist jedoch ebenfalls denkbar, dass Multilingualismus im Vergleich zu Bilingualismus die grundlegenden kognitiven Prozesse nicht in einem gravierenden Maße beeinflusst. Beim Zugriff und Abrufen von Wörtern schienen die bilingualen und multilingualen Teilnehmenden insbesondere durch die typologische Ähnlichkeit und wahrgenommene Sprachähnlichkeit beeinflusst zu sein. Daraus lässt sich ableiten, dass die L2 Englisch einen recht großen Einfluss auf das Abrufen der deutschen Zielwörter zu haben scheint. Des Weiteren wurde bei der Analyse der lexikalischen Abruffehler ersichtlich, dass beim lexikalischen Abruf der Zielwörter Wörter ähnliche semantische Felder aktiviert wurden.","abstract_html":"Das Ziel der vorliegenden Arbeit war den lexikalischen Zugang bei bilingualen und multilingualen Personen zu untersuchen. Im Rahmen der Studie wurden die durchschnittlichen Antwortzeiten, Fehlerquoten sowie die Anzahl der „tip-of-the-tongue“-Zustände bei der Durchführung eines Bildbenennungsexperiments genauer untersucht. In vorangehenden Studien wurden hauptsächlich die Performanz von monolingualen und bilingualen Personen verglichen. 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The study examined average response times, error rates, and the number of \"tip-of-the-tongue\" states during a picture-naming experiment. Previous studies have primarily compared the performance of monolingual and bilingual individuals. The bilingual group consisted of ten bilingual participants whose first language was English and second language was German. The multilingual group comprised twelve individuals with different first languages. Their second language was English, while German was acquired as a third language. All participants had a B2 to C1 level in the respective languages and had been living in Germany for several years. The results of the picture-naming experiment revealed that the differences in response times, error rates, and the number of \"tip-of-the-tongue\" states were not statistically significant. However, slight differences between the groups could be observed in the mean values. The small sample size could be one reason for the non-significant results. It is also conceivable that multilingualism, in comparison to bilingualism, does not substantially affect fundamental cognitive processes. When accessing and retrieving words, both bilingual and multilingual participants appeared to be influenced in particular by typological similarity and perceived language similarity. This suggests that the L2 English seems to have a considerable impact on the retrieval of German target words. 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