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Universität Potsdam

Die Macht der Kammerzofe

Abstract

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Die Macht der Kammerzofe – zur Funktion der Figur Lisette in G.E. Lessings Jugendkomödien und drei ausgewählten Komödien von Pierre de Marivaux In 17 Komödien des Pierre de Marivaux (1688 – 1763) zählt die Figur der Lisette zu den Dramatis personae; sie tritt als schlagfertige Kammerzofe oder Vertraute ihrer Herrin und Beraterin in Liebesdingen auf. Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781), Kenner der europäischen Komödientradition (vgl. Fick 2016: 61) übernimmt in fünf seiner Komödien den Rollennamen Lisette für die Figur der Kammerzofe, welche auf die Figur der Colombina der Commedia dell’arte zurückzuführen ist. Wie integriert Lessing diese Dienerinnenfigur des Théâtre italien in seine frühen Komödien, die im Spannungsfeld der Komödientheorie Gottscheds und dem aufkommenden rührenden Lustspiel Gellerts geschrieben wurden (vgl. Fick 2016: 64ff.)? Um die Entwicklung der Funktion der Lisette-Figur bei Marivaux und Lessing zu skizzieren und auch intertextuelle Bezüge diskutieren zu können, soll die Funktion der Figur in den drei Komödien Marivaux‘ La Seconde Surprise de l’amour (1727), Le Jeu de l’amour et du hasard (1730), La Mère confidente (1735) mit deren Funktion in den Jugendkomödien Lessings Damon oder die wahre Freundschaft (1747), Der junge Gelehrte (1748 UA durch die Neubersche Truppe), Der Freigeist (erschienen 1755) verglichen werden. Die Funktion der Lisette soll anhand der Bereiche Figurenkonzeption, dramaturgische Funktion und Art und Funktion der Komik analysiert werden. Das Figurenkonzept wird nach den Kategorien „statische versus dynamische und ein- versus mehrdimensionale Figurenkonzeption“ (Pfister 2001: 241, 243) analysiert. Die dramaturgische Funktion der Figur, unter besonderer Fokussierung auf das hierarchische Beziehungsgefüge bzw. Machtverhältnis „Dienerin versus Herrin/Herr“, wird nach den Kategorien „Perspektivierung, Informationsvergabe (vgl. ebd.: 90 ff., 124 ff.), Figurenkonfiguration und Netzwerkanalyse, auch unter Verwendung der digitalen Plattform darco.org, untersucht werden. Die Analyse der Komik soll nach den „Grundformen der literarischen Komik“ (Kindt 2011:153) erfolgen und als Indiz für die Entwicklung der Typisierung der Lisette fungieren. Neben der Untersuchung der Typisierung der Figur kann die angestrebte Arbeit bestenfalls dem Forschungsbereich „Komödienform der Jugendkomödien Lessings“ einen marginalen weiteren Aspekt hinzufügen (vgl. Fick 2016: 68). Literatur: Fick, Monika (2016): Lessing Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. Stuttgart. J.B. Metzler. Kindt, Tom (2011): Literatur und Komik. Zur Theorie literarischer Komik und zur deutschen Komödie im 18. Jh. Berlin: Akademie Verlag. Pfister, Manfred (2001): Das Drama. Theorie und Analyse. Paderborn: Wilhelm Fink.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
master
Grantor dc:publisher
Universität Potsdam
Year
2024

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Vollberg, Markus
Contributors dc:contributor
  • Trilcke, Peer
  • Häseler, Jens

Subjects

dc:subject × 7

Rights

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Statement dc:rights
  • CC-BY - Namensnennung 4.0 International

Identifiers

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OAI identifier oai:identifier
oai:kobv.de-opus4-uni-potsdam:67554

Chain of custody

source
Harvested from
Universität Potsdam - Thes
Base URL
publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/oai
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Vollberg, Markus. Die Macht der Kammerzofe. master thesis, Universität Potsdam, 2024. https://publishup.uni-potsdam.de/frontdoor/index/index/docId/67554