{"id":{"repo_id":"potsdam-thes","oai_identifier":"oai:kobv.de-opus4-uni-potsdam:66022"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/potsdam-thes/oai:kobv.de-opus4-uni-potsdam:66022","repository":{"repo_id":"potsdam-thes","name":"Universität Potsdam - Thes","base_url":"https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/oai"},"display":{"title":"Entwicklung von Dynamic Capabilities für die Umsetzung kommunaler Digitalisierungsstrategien in Deutschland","abstract":"Um die Digitalisierung in Deutschland voranzutreiben, werden auf allen Verwaltungsebenen verstärkt Digitalisierungsstrategien entwickelt. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Strategien wird jedoch vor allem auf kommunaler Ebene durch vielfältige strukturelle, personelle und technologische Hürden erschwert. Als ein zent-raler Erfolgsfaktor für die Strategieumsetzung werden in der Literatur Dynamic Capabilities benannt, die sich als prozessual organisierte Bündel von Metaroutinen definieren lassen. Die Empirie verdeutlicht, dass Dynamic Capabilities weder emergent herausgebildet noch extern erworben werden können, sondern aktiv durch eine Organisation zu entwickeln sind. Wie und ob Dynamic Capabilities in der öffentlichen Verwaltung entwickelt werden, ist bislang weitestgehend unerforscht geblieben. Vor diesem Hintergrund entwickelt der vorliegende Beitrag ein adaptives evolutionstheoretisches Erklärungsmodell, um eine theoretische Grundlage für die Förderung der Entwicklung von Dynamic Capabilities zu generieren, erste praktische Handlungsempfehlungen zu benennen und damit einen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung von kommunalen Digitalisierungsstrategien zu leisten. Anhand einer empirischen Analyse wird deutlich, dass a) die deutsche Kommunalverwaltung im Rahmen eines organisationalen Lernprozesses Dynamic Capabilities entwickelt, b) die Entwicklung von Dynamic Capabilities primär durch verwaltungsexterne Faktoren ausgelöst wird und c) das verschiedene intra-organisationale Faktoren die Entwicklung von Dynamic Capabilities sowohl fördern wie auch behindern können. Als konkrete Handlungsempfehlungen benennt der Beitrag Maßnahmen wie die Einführung von Job Rotation, die Wahl eines rational-planungsorientierten Ansatzes der Strategieumsetzung, die Nutzung von Zielvereinbarungen sowie eine umfassendere Schulung von Führungskräften hinsichtlich eines lernorientierten Umgangs mit Fehlern.","abstract_html":"Um die Digitalisierung in Deutschland voranzutreiben, werden auf allen Verwaltungsebenen verstärkt Digitalisierungsstrategien entwickelt. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Strategien wird jedoch vor allem auf kommunaler Ebene durch vielfältige strukturelle, personelle und technologische Hürden erschwert. Als ein zent-raler Erfolgsfaktor für die Strategieumsetzung werden in der Literatur Dynamic Capabilities benannt, die sich als prozessual organisierte Bündel von Metaroutinen definieren lassen. Die Empirie verdeutlicht, dass Dynamic Capabilities weder emergent herausgebildet noch extern erworben werden können, sondern aktiv durch eine Organisation zu entwickeln sind. Wie und ob Dynamic Capabilities in der öffentlichen Verwaltung entwickelt werden, ist bislang weitestgehend unerforscht geblieben. Vor diesem Hintergrund entwickelt der vorliegende Beitrag ein adaptives evolutionstheoretisches Erklärungsmodell, um eine theoretische Grundlage für die Förderung der Entwicklung von Dynamic Capabilities zu generieren, erste praktische Handlungsempfehlungen zu benennen und damit einen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung von kommunalen Digitalisierungsstrategien zu leisten. Anhand einer empirischen Analyse wird deutlich, dass a) die deutsche Kommunalverwaltung im Rahmen eines organisationalen Lernprozesses Dynamic Capabilities entwickelt, b) die Entwicklung von Dynamic Capabilities primär durch verwaltungsexterne Faktoren ausgelöst wird und c) das verschiedene intra-organisationale Faktoren die Entwicklung von Dynamic Capabilities sowohl fördern wie auch behindern können. 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Vor diesem Hintergrund entwickelt der vorliegende Beitrag ein adaptives evolutionstheoretisches Erklärungsmodell, um eine theoretische Grundlage für die Förderung der Entwicklung von Dynamic Capabilities zu generieren, erste praktische Handlungsempfehlungen zu benennen und damit einen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung von kommunalen Digitalisierungsstrategien zu leisten. Anhand einer empirischen Analyse wird deutlich, dass a) die deutsche Kommunalverwaltung im Rahmen eines organisationalen Lernprozesses Dynamic Capabilities entwickelt, b) die Entwicklung von Dynamic Capabilities primär durch verwaltungsexterne Faktoren ausgelöst wird und c) das verschiedene intra-organisationale Faktoren die Entwicklung von Dynamic Capabilities sowohl fördern wie auch behindern können. Als konkrete Handlungsempfehlungen benennt der Beitrag Maßnahmen wie die Einführung von Job Rotation, die Wahl eines rational-planungsorientierten Ansatzes der Strategieumsetzung, die Nutzung von Zielvereinbarungen sowie eine umfassendere Schulung von Führungskräften hinsichtlich eines lernorientierten Umgangs mit Fehlern.","In order to foster digitalisation in Germany, digitalisation strategies are increasingly being developed at all administrative levels. However, the successful implementation of these strategies is made difficult, especially at the municipal level, by a variety of structural, personnel and technological hurdles. The literature identifies dynamic capabilities as a key success factor for strategy implementation. Dynamic Capabilities can be defined as a process-organized bundles of meta routines. Empirical evidence shows that dynamic capabilities can neither emerge nor be acquired externally, but must be actively developed by an organization. Whether and how Dynamic Capabilities are developed in public administration has so far remained unexplored. Against this background, this article develops an adaptive evolutionary theory model in order to generate a theoretical basis for promoting the development of Dynamic Capabilities, to identify initial practical recommendations for action and thus to make an contribution to the successful implementation of municipal digitalization strategies. Based on an empirical analysis, this article points out that a) German local government develops Dynamic Capabilities as part of an organizational learning process, b) the development of Dynamic Capabilities is primarily triggered by factors external to the administration, and c) that various intra-organizational factors can both promote and hinder the development of Dynamic Capabilities. The article names concrete recommendations for action such as the introduction of job rotation, the choice of a rational planning-oriented approach to strategy implementation, the use of target agreements, and more comprehensive training of managers in how to deal with mistakes in a learning-oriented manner."]},{"key":"dc:format.medium","label":"Dc Format Medium","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Entwicklung von Dynamic Capabilities für die Umsetzung kommunaler Digitalisierungsstrategien in Deutschland","Developing dynamic capabilities for the implementation of local digital government strategies"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Kühler, Jakob","Proeller, Isabella","Drathschmidt, Nicolas"],"dc:creator":["Beel, Leon"],"dc:description.abstract":["Um die Digitalisierung in Deutschland voranzutreiben, werden auf allen Verwaltungsebenen verstärkt Digitalisierungsstrategien entwickelt. 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