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Universität Passau

Untersuchungen zur Politik des Cn. Pompeius Magnus in den Jahren 54 bis 49 v. Chr.

Abstract

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Obwohl Pompeius dreimal mit dem Konsulat das höchste Amt in Rom innehatte, haftet ihm seit Mommsen das Image eines äußerst erfolgreichen Feldherrn und Organisators, jedoch mäßig begabten, ja unfähigen Politikers an. So hat das politische Handeln des Machthabers bisher nur wenig Beachtung gefunden. In dieser Arbeit werden im Detail die politischen Prozesse der Jahre 54 bis 49 beleuchtet, einem Zeitraum, in dem Pompeius in seinem dritten Konsulat, das er ohne Kollegen ausübte über größten Handlungs- und Gestaltungsspielraum verfügte. Es wird nach seinen politischen Zielen, deren Umsetzung, Kommunikation sowie Reaktionen in der Führungsschicht Roms auf seine Maßnahmen gefragt. Seine Politik im Jahre 52 lässt ein klares politisches Konzept erkennen: Die aufeinander abgestimmten und ineinandergreifenden Maßnahmen zielten auf eine Stabilisierung des bestehenden politischen Systems und die Stärkung der Macht der Häupter des Senats, der Erben der von Sulla eingesetzten Elite. Er vermied dabei die Probleme der Reformen Sullas, indem er die Kollateralschäden seiner Maßnahmen gering hielt und nicht darauf bestand, für sich eine überragende Machtstellung institutionell zu verankern. Diese beabsichtigte er stattdessen in Form von legitimen Leistungsbeziehungen zu Senat und Volk zu etablieren. Dabei stützte er sich auf seine eigenen, unbestreitbar überragenden Leistungen für die res publica, die Senat und Volk nach dem Herkommen zu Gegenleistungen und damit auch zur Anerkennung einer entsprechenden Machtstellung verpflichteten. Die Untersuchung von Konkurrenzverhältnissen zeigt, dass Pompeius überdies darauf abzielte, mit der Bewältigung innerer Krisen künftige Leistungen für Rom auf seine Person zu monopolisieren. Hierfür garantierte ihm sein fünfjähriges außerordentliches Imperium den Zugriff auf die erforderlichen Machtmittel: Pompeius beabsichtigte durch das kontinuierliche Erbringen von Leistungen als der Patron Roms anerkannt zu werden. Durch Agieren über loyale Magistrate, geschicktes Ausnutzen monarchischer Tendenzen innerhalb der Führungsschicht, mit Hilfe Caesars als starkes Gegengewicht und schließlich mit einem erfolgreichen Krisenmanagement verstand er es immer wieder, den entschlossenen Widerstand führender Senatoren zu brechen, die sich gegen jegliche Entwicklung zur Alleinherrschaft wehrten, sodass er bis zum Frühjahr 50 seiner angestrebten Machtstellung schon sehr nahe kam. Wie instabil diese jedoch war, zeigt sich, als Pompeius für wenige Monate der stadtrömischen Politik fernbleiben musste. Im Machtvakuum, das daraufhin entstand, änderten sich die Konstellationen. Pompeius geriet dadurch in eine anhaltende politische Schwächephase, aus der er sich nach seiner Rückkehr bis zum Ende des Untersuchungszeitraums nicht mehr befreien konnte.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
thesis.doctoral
Grantor dc:publisher
Universität Passau
Year
2019

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Herbrig, Beate
Contributors dc:contributor
  • Stoll, Oliver
  • Herz, Peter

Subjects

dc:subject × 4

Rights

dc:rights
Statement dc:rights
  • Creative Commons - CC BY - Namensnennung 4.0 International

Identifiers

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OAI identifier oai:identifier
oai:kobv.de-opus4-uni-passau:893

Chain of custody

source
Harvested from
Universität Passau
Base URL
opus4.kobv.de/opus4-uni-passau/oai
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Herbrig, Beate. Untersuchungen zur Politik des Cn. Pompeius Magnus in den Jahren 54 bis 49 v. Chr.. thesis.doctoral thesis, Universität Passau, 2019. https://opus4.kobv.de/opus4-uni-passau/frontdoor/index/index/docId/893