Universität Passau
Soziomoralischer Kompetenzvergleich von Regel- und Waldorfschülern nach Grundlagen des Kohlberg-Modells
Abstract
dc:description.abstractDie Arbeit bemüht sich um eine Verdeutlichung der Effektivität des moralpädagogischen Ansatzes R. STEINERS im Vergleich zu jenem KOHLBERGS. Das Augenmerk liegt bei der Exploration der Pädagogik STEINERS vornehmlich auf methodisch-didaktischen Kriterien, d. h. weltanschauliche Aspekte der Anthroposophie werden weitgehend ausgespart. Die STEINER-Pädagogik wird dabei von einem vordergründig erziehungswissenschaftlichen und entwicklungspsychologischen Standpunkt aus in den Blick genommen. Die Intention liegt primär darin, Wirkung und in letzter Konsequenz pädagogische Ergebnisse der Pädagogik STEINERS transparenter zu gestalten. Das Grundinteresse zirkuliert um die Fragestellung, ob der moralpädagogische Ansatz STEINERS in der Praxis zu einem effektiveren Ertrag führt als die klassische Moralerziehung im Kontext der Regelschule (Gymnasium), die sich mehr oder weniger an der Entwicklungspsychologie KOHLBERGS orientiert. Im ersten Teil der Arbeit werden entwicklungspsychologische Aspekte in Bezugnahme auf KOHLBERG erläutert. Zum anderen wird die Genese der moralischen Urteilsbildung im Sinne KOHLBERGS beleuchtet, wobei diesbezüglich die Gewichtung von Kognition und Emotion im Urteilsprozess im Mittelpunkt steht. Der zweite Teil der Arbeit ist der Pädagogik STEINERS gewidmet. Hierzu wird als Orientierungsmaßstab im Kontext der Steinerschen Entwicklungslehre der epistemologische Ansatz PIAGETS herangezogen. Des Weiteren werden methodische Prinzipien und ihre didaktische Gestaltung erläutert, um die Bezugnahme auf moralpädagogische Aspekte zu eruieren. Dem Verhältnis und der Gewichtung von Kognition und Emotion im Prozess der moralischen Urteilsbildung wird wiederum eine bedeutsame Position zugestanden. Dem folgt ein Korrelationsteil, in welchem entwicklungspsychologische Auslegungen jenen STEINERS gegenübergestellt werden. Diesbezüglich wird auch ein Blick auf die Metaebene der ethisch-erzieherischen Modelle gewagt. Im Anschluss wird G. LIND (2003) mit seinem „Zwei-Aspekte-Modell“ Aufmerksamkeit geschenkt. In diesem Kontext wird auch der „Moralisches-Urteil-Test“ erläutert; ein Forschungsinstrument, das – von LIND entwickelt – die Konsistenz moralischer Urteilsfähigkeit in kognitiv-emotionaler Ausprägung erfasst. Darauf folgt der empirische Erhebungsteil, in dem die moralische Urteilskompetenz von Regel- und Waldorfschülern mit Hilfe des „MUTs“ verglichen wird. In der anschließenden Schlussfolgerung werden die Forschungsergebnisse erläutert und zur Diskussion gestellt, wobei nach einer adäquaten Thesenbildung gesucht wird.
Degree
thesis:*- Level thesis:degree_level
- thesis.doctoral
- Grantor dc:publisher
- Universität Passau
- Year
- 2007
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Mayer, Michaela Christine
- Contributors dc:contributor
-
- Pollak, Guido
Subjects
dc:subject × 5Rights
dc:rights- Statement dc:rights
-
- Standardbedingung laut Einverständniserklärung
Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://opus4.kobv.de/opus4-uni-passau/frontdoor/index/index/docId/77
- OAI identifier oai:identifier
- oai:kobv.de-opus4-uni-passau:77