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Universität Passau

Filme als Träger strategischer Kultur - Eine filmpolitologische Analyse normativ-kultureller Grundlagen europäischer Sicherheits- und Verteidigungspolitik

Abstract

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Innerhalb Europas herrschen sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber vor, wann, wie und ob militärische Mittel eingesetzt werden sollen. Deutlich wird dies insbesondere in den Diskussionen über die Gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Europäischen Union (GSVP). Solche unterschiedlichen Herangehensweisen von Staaten an sicherheitspolitische Fragestellungen möchte der Strategic-Culture-Ansatz erklären, der sich mit kollektiven, kulturell verwurzelten Vorstellungen von Sicherheitspolitik und dem Einsatz militärischer Mittel befasst. Er kann daher einen grundlegenden Erklärungsfaktor liefern, warum es sich immer wieder als schwierig erweist, in sicherheits- und verteidigungspolitischen Fragen zu einer vertieften Integration zu gelangen, weswegen der Erforschung der nationalen Vorstellungen und Legitimationsgrundlagen des Einsatzes militärischer Mittel und deren Kompatibilität, deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede eine besondere Relevanz zuerkannt werden kann. Bisher völlig ausgeblendet in der Strategic-Culture-Literatur wurde allerdings die Frage, inwieweit strategische Kultur auch in der Populärkultur, konkret Filmen, repräsentiert ist, da sich in bisherigen Studien nur auf klassische Untersuchungsgegenstände wie Elitendiskurse, Strategiepapiere oder Bevölkerungsumfragen zur Herausarbeitung strategischer Kultur bezogen wurde. Dies ist insofern als Forschungslücke anzusehen, da sich in den letzten Jahren eine rege Debatte innerhalb der Internationalen Beziehungen (IB) zur Rolle von Filmen entfaltet hat. Grundannahme dieser Forschungsagenda ist, dass durch Filme soziale Ordnungen repräsentiert, konstruiert und letztlich normalisiert werden, weswegen solche Untersuchungsgegenstände relevant für politikwissenschaftliche Fragestellungen sind. Gleichzeitig haben auch die filmorientierten IB noch nicht auf den Strategic-Culture-Ansatz zurückgegriffen. Vor diesem Hintergrund verfolgt diese Arbeit die folgenden vier Leitfragen: 1.(Wie) kann der Strategic-Culture-Ansatz für die Analyse von Filmen genutzt werden? 2.Welche Vorstellungen militärischer Gewaltanwendung und damit Ausprägungen strategischer Kulturen finden sich in Filmen aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien? 3.In welchem Zusammenhang stehen die filmischen Repräsentationen mit der „realen“ strategischen Kultur dieser Länder? 4.Wie wirken Filme in den gesellschaftlichen Resonanzraum der Debatte zum Einsatz militärischer Mittel? Das forschungsleitende Interesse dieser Studie liegt damit insgesamt gesehen darin, Filme als Repräsentationen und letztlich Träger strategischer Kulturen zu untersuchen, um so die normativ-kulturellen Grundlagen europäischer Sicherheitspolitik besser zu verstehen. Die Studie argumentiert, dass sich Filme als Träger strategischer Kulturen konzeptualisieren lassen und damit ein großes Potenzial für eine solche Forschungsagenda entfalten können.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
thesis.doctoral
Grantor dc:publisher
Universität Passau
Year
2019

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Zech, Lukas Kilian
Contributors dc:contributor
  • Göler, Daniel
  • Stahl, Bernhard

Subjects

dc:subject × 4

Rights

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Statement dc:rights
  • Standardbedingung laut Einverständniserklärung

Identifiers

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OAI identifier oai:identifier
oai:kobv.de-opus4-uni-passau:628

Chain of custody

source
Harvested from
Universität Passau
Base URL
opus4.kobv.de/opus4-uni-passau/oai
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Zech, Lukas Kilian. Filme als Träger strategischer Kultur - Eine filmpolitologische Analyse normativ-kultureller Grundlagen europäischer Sicherheits- und Verteidigungspolitik. thesis.doctoral thesis, Universität Passau, 2019. https://opus4.kobv.de/opus4-uni-passau/frontdoor/index/index/docId/628