Abstract
dc:description.abstractFahrerassistenzsysteme sind ein wesentlicher Baustein zur Steigerung der Sicherheit im Straßenverkehr. Vor allem sicherheitsrelevante Applikationen benötigen eine genaue Information über den Ort und der Geschwindigkeit der Fahrzeuge in der unmittelbaren Umgebung, um mögliche Gefahrensituationen vorherzusehen, den Fahrer zu warnen oder eigenständig einzugreifen. Repräsentative Beispiele für Assistenzsysteme, die auf eine genaue, kontinuierliche und zuverlässige Relativpositionierung anderer Verkehrsteilnehmer angewiesen sind, sind Notbremsassitenten, Spurwechselassitenten und Abstandsregeltempomate. Moderne Lösungsansätze benutzen Umfeldsensorik wie zum Beispiel Radar, Laser Scanner oder Kameras, um die Position benachbarter Fahrzeuge zu schätzen. Dieser Sensorsysteme gemeinsame Nachteile sind deren limitierte Erfassungsreichweite und die Notwendigkeit einer direkten und nicht blockierten Sichtlinie zum Nachbarfahrzeug. Kooperative Lösungen basierend auf einer Fahrzeug-zu-Fahrzeug Kommunikation können die eigene Wahrnehmungsreichweite erhöhen, in dem Positionsinformationen zwischen den Verkehrsteilnehmern ausgetauscht werden. In dieser Dissertation soll die Möglichkeit der kooperativen Relativpositionierung von Straßenfahrzeugen mittels Fahrzeug-zu-Fahrzeug Kommunikation auf ihre Genauigkeit, Kontinuität und Robustheit untersucht werden. Anstatt die in jedem Fahrzeug unabhängig ermittelte Position zu übertragen, werden in einem neuartigem Ansatz GNSS-Rohdaten, wie Pseudoranges und Doppler-Messungen, ausgetauscht. Dies hat den Vorteil, dass sich korrelierte Fehler in beiden Fahrzeugen potentiell herauskürzen. Dies wird in dieser Dissertation mathematisch untersucht, simulativ modelliert und experimentell verifiziert. Um die Zuverlässigkeit und Kontinuität auch in "gestörten" Umgebungen zu erhöhen, werden in einem Bayesischen Filter die GNSS-Rohdaten mit Inertialsensormessungen aus zwei Fahrzeugen fusioniert. Die Validierung des Sensorfusionsansatzes wurde im Rahmen dieser Dissertation in einem Verkehrs- sowie in einem GNSS-Simulator durchgeführt. Zur experimentellen Untersuchung wurden zwei Testfahrzeuge mit den verschiedenen Sensoren ausgestattet und Messungen in diversen Umgebungen gefahren. In dieser Arbeit wird gezeigt, dass auf Autobahnen, die Relativposition eines anderen Fahrzeugs mit einer Genauigkeit von unter einem Meter kontinuierlich geschätzt werden kann. Eine hohe Zuverlässigkeit in der longitudinalen und lateralen Richtung können erzielt werden und das System erweist 90% der Zeit eine Unsicherheit unter 2.5m. In ländlichen Umgebungen wächst die Unsicherheit in der relativen Position. Mit Hilfe der on-board Sensoren können Fehler bei der Fahrt durch Wälder und Dörfer korrekt gestützt werden. In städtischen Umgebungen werden die Limitierungen des Systems deutlich. Durch die erschwerte Schätzung der Fahrtrichtung des Ego-Fahrzeugs ist vor Allem die longitudinale Komponente der Relativen Position in städtischen Umgebungen stark verfälscht.
Degree
thesis:*- Level thesis:degree_level
- thesis.doctoral
- Grantor dc:publisher
- Universität Passau
- Year
- 2017
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- de Ponte Müller, Fabian
- Contributors dc:contributor
-
- Kranz, Matthias
- Kargl, Frank
Rights
dc:rights- Statement dc:rights
-
- Creative Commons - CC BY - Namensnennung 4.0 International
Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- https://opus4.kobv.de/opus4-uni-passau/frontdoor/index/index/docId/541
- OAI identifier oai:identifier
- oai:kobv.de-opus4-uni-passau:541