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Universität Passau

Politisch-kulturelle Rahmenbedingungen Symbolischer Politik in entwickelten Mediendemokratien am Beispiel Deutschlands, Großbritanniens und der USA

Abstract

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Dass Menschen in entwickelten Industrienationen in einem Informationszeitalter leben, ist ein vielbemühter Allgemeinplatz sozialer Analysen jeglicher Art. Dennoch – genauso wie der konstante, endlose Strom von Informationen ein signifikantes Charakteristikum unserer Existenz geworden ist – so wird unsere Zeit seit jeher von Symbolen beeinflusst. Manche gehen sogar soweit zu behaupten, unser Gemeinwesen sei eine postmoderne Stämmegesellschaft, deren Konstituierung durch Symbole und symbolische Handlungen erfolge, die unserem Leben eine weitere Dimension sozialer Komplexität hinzufügen. Wenn wir also das Symbolhafte unserer Existenz als gegeben hinnehmen, so wird es nicht wundern, dass Politik als ordnender und sinnstiftender Faktor des Gemeinwesens ebenfalls von Symbolen beeinflusst wird und sich derer auch bedient, um ihre Anliegen in einer Art und Weise zu kommunizieren, die den Anforderungen und Neigungen der Menschen entspricht. Dieses kommunikative Erfordernis scheint von nachhaltig wachsender Bedeutung zu sein, da sich das Ausmaß und die Komplexität der zu vermittelnden Sachverhalte ständig erhöhen. Symbole bieten sich in diesem Lichte als ideales Vehikel informativer Transmission an, da sie sinnhafte Verdichtungen sind; bildhafte Zeichen, die über den bezeichneten, konkreten Gegenstand hinaus auf andere, abstrakte und allgemeine Bedeutungsebenen verweisen. In der Regel geschieht dies durch universelle Symbole, die allen Mitgliedern eines Kollektivs vertraut sind und die somit einen rationalisierten, kondensierten Informationsfluss ermöglichen. Symbolische Politik ist essentieller Bestandteil der Politischen Kommunikation geworden, welche den Fluss und Austausch kommunikativer Einheiten zwischen den Akteuren eines politischen Systems auf allen Ebenen bezeichnet. Insbesondere in entwickelten Industrienationen, deren massenmediale Kommunikationsstruktur mit all ihren Implikationen als „Mediendemokratie“ bezeichnet werden kann, ist diese Art der sinnhaften Komprimierung ein nahezu alltägliches Phänomen nicht nur in Wahlkämpfen mit ihren griffigen Wahlslogans und publikumswirksamen PR-Auftritten von Politikern, sondern auch im politischen Alltagsgeschäft. Die vorliegende Arbeit zeigt auf der Basis eines interdisziplinären Zugangs zum Symbolbegriff und vorliegenden Erkenntnissen zur Politischen Kommunikation Ausprägungen Symbolischer Politik in Abhängigkeit von nationalen Politischen Kulturen auf. Als empirische Referenten dienen Deutschland, Großbritannien und die USA.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
thesis.doctoral
Grantor dc:publisher
Universität Passau
Year
2011

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Dölle, Christian
Contributors dc:contributor
  • Gellner, Winand

Subjects

dc:subject × 3

Rights

dc:rights
Statement dc:rights
  • Standardbedingung laut Einverständniserklärung

Identifiers

dc:identifier.*
OAI identifier oai:identifier
oai:kobv.de-opus4-uni-passau:212

Chain of custody

source
Harvested from
Universität Passau
Base URL
opus4.kobv.de/opus4-uni-passau/oai
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Dölle, Christian. Politisch-kulturelle Rahmenbedingungen Symbolischer Politik in entwickelten Mediendemokratien am Beispiel Deutschlands, Großbritanniens und der USA. thesis.doctoral thesis, Universität Passau, 2011. https://opus4.kobv.de/opus4-uni-passau/frontdoor/index/index/docId/212