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Universität Passau

amore patriae: Kulturgeschichtliche Betrachtungen zur Rolle von Partikularsynoden im politischen System Polen-Litauens in den Jahren 1447-1643

Abstract

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In der Frühen Neuzeit waren Kirche und weltliche Politik eng verflochten. Die katholischen Synoden im frühneuzeitlichen Polen-Litauen bildeten hiervon keine Ausnahme: Obwohl Versammlungen des Klerus, waren sie stark ins politische System eingebunden, das sich zu einer Wahlmonarchie mit starkem Adel und parlamentarischen Elementen entwickelte. Diese Arbeit untersucht systematisch die politischen Aspekte der Provinzial- und Primatialsynoden in Polen-Litauen von 1447 bis 1643 aus der Perspektive der Kulturgeschichte des Politischen. Zunächst wurde eine bereinigte Liste aller Synoden erstellt, um Frequenz und Verteilung zu analysieren und diese mit der Aktivität des Reichstags zu vergleichen. Die Arbeit untersucht in der Folge die institutionelle Ausformung der Synoden, ihre Vor- und Nachbereitung sowie die Abläufe und Beratungen. Zudem beleuchtet sie die Funktionen, die diese Klerus-Versammlungen im politischen System erfüllten, und den Beziehungen, die sie zu anderen politischen Akteuren ‒ insbesondere dem König, dem Adel und dem Reichstag ‒ unterhielten. Da sich im Untersuchungszeitraum von zweihundert Jahren erhebliche Veränderungen in Häufigkeit, Funktionen und politischen Beziehungen zeigten, wurde dieser in vier Abschnitte zu je rund fünfzig Jahren gegliedert: Die erste Phase deckt sich weitestgehend mit der Regentschaft Kazimierzs IV (1447-1492), in der sich die parlamentarischen Elemente im politischen System Polen-Litauens herausbildeten. In der zweiten Phase (1493-1561) traf das nun voll entwickelte System auf eine rege Synodaltätigkeit. Der dritte Abschnitt beleuchtet die Phase nach dem abrupten Einbruch der Synodaltätigkeit (1561-1600). Der vierte Abschnitt (1600-1643) untersucht das moderate Wiederaufleben der Synoden in jener Epoche, in der sich das politische System durch ein Erstarken des Klientelwesens veränderte. Innerhalb jedes Abschnitts werden die vier Hauptfragen nach Frequenz, institutioneller Ausformung, Funktionen und Beziehungen zu politischen Akteuren behandelt.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
thesis.doctoral
Grantor dc:publisher
Universität Passau
Year
2019

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Faber, Elke
Contributors dc:contributor
  • Wünsch, Thomas

Rights

dc:rights
Statement dc:rights
  • Standardbedingung laut Einverständniserklärung

Identifiers

dc:identifier.*
OAI identifier oai:identifier
oai:kobv.de-opus4-uni-passau:1494

Chain of custody

source
Harvested from
Universität Passau
Base URL
opus4.kobv.de/opus4-uni-passau/oai
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Faber, Elke. amore patriae: Kulturgeschichtliche Betrachtungen zur Rolle von Partikularsynoden im politischen System Polen-Litauens in den Jahren 1447-1643. thesis.doctoral thesis, Universität Passau, 2019. https://opus4.kobv.de/opus4-uni-passau/frontdoor/index/index/docId/1494