{"id":{"repo_id":"oldenburg","oai_identifier":"oai:oops.uni-oldenburg.de:867"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/oldenburg/oai:oops.uni-oldenburg.de:867","repository":{"repo_id":"oldenburg","name":"Carl von Ossietzky Universität Oldenburg","base_url":"http://oops.uni-oldenburg.de/cgi/oai2"},"display":{"title":"Heilig oder zu heilen?","abstract":"Auf der Grundlage der Sozialtheorie von Helmuth Plessner und ihrer konstruktiven methodischen Weiterentwicklung durch Gesa Lindemann wird der Blick für die Unterscheidung verschiedener Lebensformen geschärft, die auf einem komplexen Verhältnis von gegenständlichem Körper, subjektivem Leib und der Beziehung zur Umwelt beruht. Eine besondere Stellung nehmen in der modernen Gesellschaft personale Lebensformen ein, denn nur sie können als Träger von Rechten auftreten und sich selbst vertreten. Die Untersuchung zeigt in detaillierter Weise auf, wie Personalität durch die gesellschaftlichen Teilbereiche Recht und Medizin praktisch ausdifferenziert wird. Die Einwilligungsfähigkeit ist ein Beispiel für eine personale Differenzierungsform, die eine Grenzziehung zur Folge hat: Nur einwilligungsfähige Personen sind dazu autorisiert, Handlungen in Bezug auf ihren eigenen Körper zu legitimieren. Soziales Handeln ist folglich immer auch als Handeln von Akteuren zu verstehen, die einen Körper haben und Leib sind. Dieser Sachverhalt ist damit konstitutiv für soziologische Theorien.","abstract_html":"Auf der Grundlage der Sozialtheorie von Helmuth Plessner und ihrer konstruktiven methodischen Weiterentwicklung durch Gesa Lindemann wird der Blick für die Unterscheidung verschiedener Lebensformen geschärft, die auf einem komplexen Verhältnis von gegenständlichem Körper, subjektivem Leib und der Beziehung zur Umwelt beruht. 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This distinction allows us to see, that persons not only play a fundamental role in modern societies, but are understood as acteurs who have a physical body and a body they can exclusively feel as their own. The competence to consent is a modern form of personality. Thus, only competent persons can perform as rational agents for their own bodies. 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