Universität Oldenburg
Aminosäure-D/L-Verhältnisse in biogenen Carbonaten als Schlüssel zur Datierung holozäner Sedimentationsvorgänge im norddeutschen Küstenraum
Abstract
dc:description.abstractDie Datierung holozäner Sedimente in Flachwassergebieten des norddeutschen Küstenraums mit Hilfe herkömmlicher Verfahren erweist sich als schwierig, da die oberen Sedimentschichten ständig erodiert und umgelagert werden, was auf Bioturbation, Wellenschlag und gezeitenabhängige Meeresströmungen zurückzuführen ist. Unter extremen Bedingungen, z.B. beeinflusst durch Stürme oder Eisgang, können Schichten bis zu einer Mächtigkeit von mehreren Dezimetern betroffen sein. Diese Abfolge von Erosion und Akkumulation vermischt das ursprüngliche Signal, z.B. von 210Pb, und führt so zu scheinbar homogenen Sedimentaltern. Auf der anderen Seite bietet sich eine Datierung mit Hilfe der 14C-Methode aufgrund des Reservoireffekts von Sedimenten, die jünger als 400 Jahre sind, ebenfalls nicht an. Eine mögliche Alternative zur Datierung junger Sedimente stellt die Aminosäure-Racemisierungs-Methode (AAR) dar, die nicht mit diesen Nachteilen behaftet ist. Sie beruht auf der Bestimmung von Aminosäure-D/L-Verhältnissen in den organischen Matrices biogener Carbonate. Mit Hilfe der AAR-Methode wurde Schalenmaterial von insgesamt 267 Muschelproben an sechs verschiedenen Standorten aus dem Niedersächsischen und Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer datiert.
Degree
thesis:*- Level thesis:degree_level
- thesis.doctoral
- Grantor dc:publisher
- Universität Oldenburg
- Year
- 2009
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Ziehe, Daniel
Subjects
dc:subject × 1Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- http://oops.uni-oldenburg.de/849
- OAI identifier oai:identifier
- oai:oops.uni-oldenburg.de:849