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Als Plädoyer für eine individualgeschichtliche Betrachtung werden nicht nur die Schnittstellen und Differenzen mit der Ästhetik des nordamerikanischen Photo- und Hyperrealismus beleuchtet, sondern zugleich systematische Bezüge zum Frühwerk des Künstlers entwickelt und die sozial- und wahrnehmungsgeschichtlichen Veränderungen thematisiert, die Gertsch in den Jahren nach 1969 zu einer autonomen malerischen Bezugnahme auf photographisches Ausgangsmaterial führten. Daneben widmet sich die Untersuchung einer Systematisierung bzw. Neuformulierung der Entwicklungsphasen, die das bekanntere Schaffen nach 1969 kennzeichnen.","abstract_html":"Die vorliegende Untersuchung (aufgenommen in die Kunstchronik des Zentralinstituts für Kunstgeschichte, Bd. 52, 1999, S. 426) stellt die erste geschlossene wissenschaftliche Erörterung zur Bildform und Werkgeschichte des 1930 geborenen Berner Realisten Franz Gertsch dar - von beispielhaften Kinderzeichungen des Neunjährigen bis zum monumentalen &#x27;Maria-Akt&#x27; aus dem Jahre 2003. Als Plädoyer für eine individualgeschichtliche Betrachtung werden nicht nur die Schnittstellen und Differenzen mit der Ästhetik des nordamerikanischen Photo- und Hyperrealismus beleuchtet, sondern zugleich systematische Bezüge zum Frühwerk des Künstlers entwickelt und die sozial- und wahrnehmungsgeschichtlichen Veränderungen thematisiert, die Gertsch in den Jahren nach 1969 zu einer autonomen malerischen Bezugnahme auf photographisches Ausgangsmaterial führten. 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At the same time the inquiry tries to evolve both systematic references to the earlier creative production of the Swiss artist and the social and perceptive changes, that in the years after 1969 led Gertsch to an autonomous painterly interpretation of slides and the development of a bipolar image-complex, in which two levels of vision interpenetrate: that of the photographically exact depiction and that of the metaphorical (later monochrome) colour plane. 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