Universität Oldenburg
„I feel, I feel the Deity within“ – Händels Oratorien und ihr Publikum
Abstract
dc:description.abstractHändels Oratorien galten in der Forschung bislang meist als eine der Kunstformen, die speziell für eine bürgerliche kulturelle Trägerschicht im England des 18. Jahrhunderts geschaffen wurden. Ein solches bürgerliches Publikum lässt sich in den Quellen des 18. Jahrhunderts jedoch nicht nachweisen. Stattdessen wird deutlich, dass die Personen, die Händels Oratorien besuchten, zum überwiegenden Teil einer sozial hochgestellten Whigelite angehörten, die die italienische Oper aus politischen Gründen vorübergehend nicht patronisieren wollte. In einem weiteren Schritt untersucht die Arbeit dann, wie die Texte auf subtile Weise dieses Zielpublikum der Oratorien ansprechen. Dabei wird deutlich, dass die Oratorienlibretti ohne Kenntnis der whiggistischen, freidenkerischen Philosophie des Anthony Ashley Cooper, Third Earl of Shaftesbury, im Prinzip nicht zu verstehen sind. Durch diese Verknüpfung biblischen Rohmaterials mit freidenkerischer Philosophie wird deutlich, dass Händels Oratorien zur Erziehung des Menschen zu einem sozial integrierten Individuum beitragen, das seine Leidenschaften in den Dienst der Gemeinschaft und des deistisch geprägten Fortschritts stellt.
Degree
thesis:*- Level thesis:degree_level
- thesis.doctoral
- Grantor dc:publisher
- Universität Oldenburg
- Year
- 2010
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Baier, Angela
Subjects
dc:subject × 1Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- http://oops.uni-oldenburg.de/1061
- OAI identifier oai:identifier
- oai:oops.uni-oldenburg.de:1061