Universität Oldenburg
Verbrechen gegen die Menschlichkeit? Wiederaufbau der Justiz und frühe NS-Prozesse im Nordwesten Deutschlands.
Abstract
dc:description.abstractZwischen 1945 bis 1955 fanden am Landgericht Aurich, das den zentralen Untersuchungsgegenstand bildet, 42 NS-Prozesse gegen 280 Angeklagte statt. Anklagepunkte waren v.a. Synagogenbrände, Übergriffe auf politische Gegner und Denunziationsverfahren. Der Generalstaatsanwalt Friedrich Meyer-Abich forcierte die Strafverfolgung, seine Bemühungen verliefen aber nach anfänglichen Erfolgen im Sande. Um das Primat der „Rechtssicherheit“ zu wahren und den Staat nicht zu beschädigen, verlagerte die deutsche Justiz die Verantwortung immer mehr auf „Hitler und seine Helfershelfer“ und sprach immer mildere Urteile aus. Die Personalakten belegen, dass belastete Juristen ihren Weg zurück in den Dienst fanden, aber nach Möglichkeit in andere Bezirke versetzt wurden. Dargelegt werden ferner der Diskurs um den Konflikt zwischen deutschem Strafrecht und dem Alliierten Kontrollratsgesetz (KRG) 10 wg. Verbrechens gegen die Menschlichkeit, die Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofes für die Britische Zone in Köln und die Auswirkungen des Straffreiheitsgesetzes von 1949.
Degree
thesis:*- Level thesis:degree_level
- thesis.doctoral
- Grantor dc:publisher
- Universität Oldenburg
- Year
- 2008
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Bahlmann, Peter
Subjects
dc:subject × 1Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- http://oops.uni-oldenburg.de/1015
- OAI identifier oai:identifier
- oai:oops.uni-oldenburg.de:1015