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Ludwig-Maximilians-Universität

Deliktbezogene Rezidivraten im internationalen Vergleich

Abstract

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Die Vorhersagbarkeit von krimineller Rückfälligkeit und die Zuverlässigkeit einer Prognose im Einzelfall hängen aus methodischen und statistischen Gründen in hohem Maß von der Basisrate dieser Rückfälligkeit ab. Unter der Basisrate für Rückfälligkeit versteht man den Anteil derjenigen Straftäter, der erneut Straftaten begeht. Um empirisch fundierte individuelle Kriminalprognosen abgeben zu können, ist es erforderlich, das Individuum einer möglichst spezifischen Untergruppe zuzuordnen, deren Basisrate für Rückfälligkeit bekannt ist. Die Kenntnis der Basisraten ist auch deshalb wichtig, da sich die Effektivität von Therapien und Sanktionen nur dann beurteilen lässt, wenn die Basisrate für die Rückfälligkeit einer vergleichbaren Tätergruppe bekannt ist. Bedauerlicherweise gibt es selbst für große Kollektive, z.B. für Gewalttäter und Eigentumsdelinquenten, nur wenige Daten über deren Rückfallraten. Die am derzeit besten untersuchte Population ist jene der Sexualstraftäter, wobei auch hier umfangreichere Untersuchungen zu Rückfallraten spezieller Untergruppen noch ausstehen. In der vorliegenden Arbeit sollen die Ergebnisse einer Literaturrecherche, von Internetabfragen und direkten Anschreiben an statistische Ämter in 60 Ländern vorgestellt werden, aus denen sich die Basisraten für Rückfälligkeit errechnen lassen. Die Arbeit gibt auf diese Weise einen Überblick über internationale Publikationen zu Basisraten der Delinquenz und die Rückfallraten der Delinquenten in den verschiedenen Hauptdeliktgruppen. Allerdings liegen in den meisten Ländern Rückfallstatistiken im engeren Sinn nicht vor. Ein direkter Vergleich zwischen den Ländern ist problematisch, da Delikte, Rückfallraten und Sanktionen von Land zu Land unterschiedlich definiert werden. Im Bewusstsein dieser Unterschiede soll dennoch eine erste synoptische Annäherung an das Basisratenproblem erfolgen, um zumindest Anhaltspunkte zu erarbeiten und den Forschungsbedarf genauer definieren zu können. Die meisten Einzeluntersuchungen wurden bislang in Nordamerika vorgenommen, einige auch in Europa und Australien. Aus Entwicklungs- und Übergangsländern konnten entsprechende Daten nicht ermittelt werden.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
thesis.doctoral
Grantor dc:publisher
Ludwig-Maximilians-Universität
Year
2004

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Gross, Gregor

Identifiers

dc:identifier.*
Repository record source_url
https://edoc.ub.uni-muenchen.de/1834/
OAI identifier oai:identifier
oai:edoc.ub.uni-muenchen.de:1834

Chain of custody

source
Harvested from
Ludwig Maxmilians Universität München
Base URL
edoc.ub.uni-muenchen.de/cgi/oai2
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Gross, Gregor. Deliktbezogene Rezidivraten im internationalen Vergleich. thesis.doctoral thesis, Ludwig-Maximilians-Universität, 2004. https://edoc.ub.uni-muenchen.de/1834/