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Vor diesem Hintergrund präsentiert die Arbeit auf Basis leitfadengestützter Expert/inneninterviews sowie einer unterstützenden Quellenanalyse eine Bestandsaufnahme gegenwärtiger LZA-Angebote an und für wissenschaftliche Bibliotheken in Deutschland und untersucht insbesondere, welche organisatorischen und strukturellen Anforderungen ein gesicherter Betrieb von LZA-Infrastrukturen mit sich bringt. Die Auswertung der Interviews mittels qualitativer Inhaltsanalyse konnte zeigen, dass die Nachhaltigkeit von LZA-Infrastrukturen in erster Linie von vier Faktoren abhängt: verstetigte personelle und finanzielle Ressourcen, tragfähige und skalierbare technische Strukturen, ein institutionell verankertes Bewusstsein für die Bedeutung der LZA sowie kooperative und arbeitsteilige Organisationsmodelle. Die Ergebnisse verdeutlichten, dass technische Fragen weitgehend lösbar sind, während fehlende Awareness und unzureichende politische Unterstützung zentrale Hemmnisse bleiben und die Fortschritte in der praktischen Umsetzung von LZA-Lösungen seit den frühen 2000er Jahren einer Stagnation auf struktureller Ebene gegenüberstehen.","abstract_html":"Das Bewahren des wissenschaftlichen und kulturellen Erbes wird als Kernaufgabe von Gedächtnisinstitutionen verstanden. In einer von Digitalität geprägten Welt leitet sich daraus eine Verantwortung auch für elektronisch verzeichnete Information und damit für die digitale Langzeitverfügbarkeit/-archivierung (LZA) ab. Die Etablierung von Infrastrukturen in der deutschen Bibliothekslandschaft, die eine dauerhafte Sicherung digitaler Daten gewährleisten, ist bislang jedoch mit erheblichen Herausforderungen verbunden. 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