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Die Belastungs-, sowie Resilienzfaktoren der Stichprobe (n = 121) wurden mittels des auf Deutsch übersetzten Gender Minority Stress and Resilience Measure (Testa et al., 2015) erfasst und statistisch analysiert. Ergänzend wurden mit vier Teilnehmenden Leitfaden-gestützte Interviews zu den von ihnen erfahrenen Belastungen und genutzten Umgangsstrategien geführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. Es zeigten sich höhere Werte in spezifischen Aspekten von Minderheitenstress für Personen mit niedrigem monatlichen Einkommen, sowie für nicht-binäre Personen und Menschen, die nicht geoutet sind. Es konnten als relevante neue Stressoren Geschlechtsdysphorie und Grübeln ermittelt werden. In Bezug auf die Ressourcen, konnte das Minderheitenstress-Modell um die Kategorien Bestätigung und Repräsentation, sowie medizinische und institutionelle Unterstützung erweitert werden. Zusätzlich ließen sich verschiedene Coping-Mechanismen ausmachen. Heteronormativität wurde als Bezugsrahmen und Einflussgröße für die Ausformung der Identität, erlebte Belastung und genutzte Umgangsstrategien identifiziert.","abstract_html":"Trans, nicht-binäre und genderqueere Identitäten werden gesellschaftlich stigmatisiert. Personen, die diesen Identitäten angehören, sind dadurch besonders häufig von mentalen Gesundheitsproblemen betroffen. In der vorliegenden Untersuchung wurden psychosoziale Herausforderungen und Ressourcen von trans, nicht-binären und genderqueeren jungen Erwachsenen auf Grundlage des Minderheitenstress-Modells (Meyer, 2003) erforscht. Die Belastungs-, sowie Resilienzfaktoren der Stichprobe (n = 121) wurden mittels des auf Deutsch übersetzten Gender Minority Stress and Resilience Measure (Testa et al., 2015) erfasst und statistisch analysiert. Ergänzend wurden mit vier Teilnehmenden Leitfaden-gestützte Interviews zu den von ihnen erfahrenen Belastungen und genutzten Umgangsstrategien geführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. Es zeigten sich höhere Werte in spezifischen Aspekten von Minderheitenstress für Personen mit niedrigem monatlichen Einkommen, sowie für nicht-binäre Personen und Menschen, die nicht geoutet sind. Es konnten als relevante neue Stressoren Geschlechtsdysphorie und Grübeln ermittelt werden. In Bezug auf die Ressourcen, konnte das Minderheitenstress-Modell um die Kategorien Bestätigung und Repräsentation, sowie medizinische und institutionelle Unterstützung erweitert werden. Zusätzlich ließen sich verschiedene Coping-Mechanismen ausmachen. 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The stress and resilience factors of the sample (n = 121) were assessed using a German translation of the Gender Minority Stress and Resilience Measure (Testa et al., 2015) and statistically analyzed. In addition, guided interviews were conducted with four participants regarding their experiences with stress and coping strategies. The interviews were evaluated using content analysis. Higher scores were found in specific aspects of minority stress for individuals with low monthly income, as well as for non-binary individuals and closeted individuals. Gender dysphoria and Rumination were identified as relevant new stressors. With regard to resources, the minority stress model was expanded to include the categories of Affirmation and Representation, as well as Medical and Institutional Support. Additionally, various coping mechanisms were identified. 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