Humboldt-Universität zu Berlin
Die Bibliothek des Reichssicherheitshauptamtes und der Kulturgutraub in der Zeit des Nationalsozialismus
Abstract
dc:description.abstractDie Bibliothek des Reichssicherheitshauptamtes war eine der zentralen Sammelstellen für NS-Raubgut. Ergänzt um zusätzliche Archivrecherchen fasst die Arbeit den aktuellen Wissensstand zu dieser Institution zusammen. Sie zeichnet ihre Entwicklung von ihren Ursprüngen im Sicherheitsamt der Schutzstaffel (SS) bis zum Kriegsende nach. Dabei geht sie auf ihre Rolle für die sogenannte Gegnerforschung des Sicherheitsdienstes der SS ein, stellt zentrale Akteure vor und beschreibt die Vorgehensweise bei der Beschlagnahmung von ganzen Bibliotheken, vor allem aus Freimaurer-, jüdischem und Kirchenbesitz, die Arbeitsbedingungen vor Ort sowie den Einsatz von jüdischen Zwangsarbeitern. Der massenhafte Zustrom an Büchern bei gleichzeitig chronischem Personal-, Platz- und Regalmangel verhinderte letztlich einen geordneten Bibliotheksbetrieb, sodass die Bibliothek nie über den Status des Aufbaus hinauskam. Die nur geringe Erschließung des Bestands in Kombination mit der umfangreichen Vernichtung von geraubten Büchern, zahlreichen Abgaben an andere Einrichtungen, Auslagerungen und Kriegsverlusten sowie Plünderungen, Abtransporte und ungeordnete Restituierungen nach dem Krieg erschweren heute eine Nachverfolgung der geraubten Bücher.
Degree
thesis:*- Grantor dc:publisher
- Humboldt-Universität zu Berlin
- Year dc:date.issued
- 2023
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Seibert, Sebastian
Subjects
dc:subject × 9Rights
dc:rights- Statement dc:rights
-
- (CC BY-NC-ND 4.0) Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International
- Licence dc:rights.uri
- Language dc:language.iso
- ger