Humboldt-Universität zu Berlin, Lebenswissenschaftliche Fakultät
Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in Berlin und Hamburg
Abstract
dc:description.abstractAls EU-Richtlinie einer neuen Generation lässt die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) viele Spielräume in der konkreten Umsetzung durch die Mitgliedsstaaten bzw. durch die Bundesländer in Deutschland, da die WRRL hier durch die bestehenden Organisationen der Länder in territorialen Einheiten vollzogen wird. Damit soll den „problems of fit“ entgegen gewirkt werden, die sich ergeben, wenn die neue Institution nicht zu dem biophysischen System oder den bereits bestehenden Institutionen oder Strukturen vor Ort passen. In dieser Arbeit wird, unter Anwendung der Konzepte und Theorien des Polyzentrismus, Multilevel Governance und des Management and Transition Frameworks, die unterschiedliche Herangehensweise in der Umsetzung der WRRL anhand der zwei Großstädte Berlin und Hamburg dargestellt. Untersucht wird welche Auswirkungen bestimmte lokale Faktoren auf die Unterschiede in der Herangehensweise an die Maßnahmenausarbeitung haben, trotz dessen die rechtliche Grundlage und die Rahmenbedingungen ähnlich sind. Berlin und Hamburg unterscheiden sich in der Kompetenzverteilung der Aufgaben zur WRRL über verschiedene Ebenen und innerhalb der Ebenen. Insgesamt weist Berlin ein im Vergleich zu Hamburg zentraleres System kombiniert mit polyzentralen Strukturen auf. Hamburg hingegen ist als polyzentraler mit hierarchischen Komponenten einzustufen. Damit ergeben sich für Berlin und Hamburg unterschiedliche Gefüge von Vetomacht, potenzielle Konfliktkonstellationen und Kooperations- und Koordinationsprozesse. Die Anzahl letzterer ist in Hamburg wesentlich größer, aber je Prozess sind meist weniger Akteure beteiligt als in Berlin. In Berlin finden die großen Kooperationsprozesse entlang der Planung von Gewässerentwicklungskonzepten statt, in Hamburg hingegen bei der Ausweisung von Gewässern. Durch die Unterschiede in den Koordinationsprozessen erreichen Berlin (Flusseinzugsgebiete) und Hamburg (Bezirksgrenzen) unterschiedliche Deckungsgrade mit den Effektskalen der Maßnahmen.
Degree
thesis:*- Grantor dc:publisher
- Humboldt-Universität zu Berlin, Lebenswissenschaftliche Fakultät
- Year dc:date.issued
- 2014
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Schröder, Nadine Jenny Shirin
Subjects
dc:subject × 51- Berlin
- Kooperation
- Koordination
- Bürgerbeteiligung
- Wasserwirtschaft
- Wasserrahmenrichtlinie
- WRRL
- Hamburg
- Gewässerentwicklungskonzepte
- Einzugsgebietsmanagement
- Gewässerunterhaltung
- Wasserbehörde
- Flusseinzugsgebiete
- FGG Elbe
- Naturschutzverbände
- NABU
- Lernprozesse
- Polyzentrismus
- Vetospieler
- Vetomacht
- Mehrebenensysteme
- Öffentlichkeitsbeteiligung
- Nährstoffreduzierungskonzept
- Gewässerpädagogisches Netzwerk
- Bachpatenschaft
- Seevekanal
- Kiestopf
- Bachaktionstage
- Projekt Eisvogel
- Projekt Lebendige Alster
- participation
- coordination
- cooperation
- Water Framework Directive
- WFD
- water management
- river basin management
- watercourse maintenance
- water authority
- river catchments
- RBC Elbe
- Polycentricity
- Social Learning
- veto power
- Collaborative Governance
- Multilevel Governance
- Management and Transition Framework
- Problems of fit
- NWB
- HMWB
- AWB
Rights
dc:rights- Statement dc:rights
-
- Namensnennung - Keine kommerzielle Nutzung - Keine Bearbeitung
- Licence dc:rights.uri
- Language dc:language.iso
- ger