{"id":{"repo_id":"heid-thes","oai_identifier":"oai:archiv.ub.uni-heidelberg.de:13820"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/heid-thes/oai:archiv.ub.uni-heidelberg.de:13820","repository":{"repo_id":"heid-thes","name":"Universität Heidelberg ; Thes","base_url":"http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/cgi/oai2"},"display":{"title":"Funktionalistische Erklärungen des Wohlfahrtsstaates unter Berücksichtigung der Globalisierung","abstract":"In der Soziologie wird unter den Phänomenen „Sozialstaat“ je nach theoretischem Blickwinkel etwas anderes verstanden – was auf den ersten Blick so aussieht, als würde durch diese Vielfalt an Definitionen nicht der Kern der Sache getroffen, kann dennoch als eine Stärke der Disziplin gesehen werden. Schließlich ermöglichen unterschiedlichen Erklärungsmuster eine größtmögliche Ausleuchtung des Untersuchungsgegenstandes. Auch im Falle sozialstaatlicher Tätigkeiten kann man die unterschiedliche Herangehensweisen von Mikro- wie Makrosoziologen gut illustrieren: Während eine akteurstheoretische Perspektive die Relationierung sozialer Akteure durch sozialpolitische Rollen- und Positionszuweisungen, sowie die Wandelbarkeit von Sozialpolitik durch den Einfluss verschiedener Trägergruppen erklären möchte, ist das Anliegen einer systemtheoretischen Sichtweise, den Sozialstaat als funktional notwendig für die Erhaltung des gesamtgesellschaftlichen Systems zu begreifen. Dieser zweiten Annäherung geht die vorliegende Arbeit auf den Grund: Wie lässt sich der Sozialstaat funktional aus den Defiziten der Austauschbeziehung zwischen dem sozialen System und dem ökonomischen System ableiten? Hierfür werden im ersten Teil drei Theorieschulen herangezogen: die sozioökonomische Schule, die Modernisierungstheorie sowie der Neomarxismus. Mit dem neuen Jahrtausend wandeln sich die Rahmenbedingungen. Die Auswirkungen der Globalisierung sind auch in der Funktionsweise des Sozialstaates bemerkbar. Kann der Sozialstaat auf die neuen Dynamiken, die besonders im ökonomischen System anzutreffen sind, mit den alten Mechanismen eingehen? Die Frage muss ebenso umgekehrt gestellt werden: Welche funktionalen Auswirkungen (positive wie negative) hat der Sozialstaat auf die (ökonomische) Globalisierung? Im zweiten Teil werden diese Fragen aus einer funktionalistischen Perspektive erörtert, bevor sich das Schlusskapitel der allgemeinen Kritik an solchen Erklärungsansätzen widmet.","abstract_html":"In der Soziologie wird unter den Phänomenen „Sozialstaat“ je nach theoretischem Blickwinkel etwas anderes verstanden – was auf den ersten Blick so aussieht, als würde durch diese Vielfalt an Definitionen nicht der Kern der Sache getroffen, kann dennoch als eine Stärke der Disziplin gesehen werden. 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Hierfür werden im ersten Teil drei Theorieschulen herangezogen: die sozioökonomische Schule, die Modernisierungstheorie sowie der Neomarxismus. Mit dem neuen Jahrtausend wandeln sich die Rahmenbedingungen. Die Auswirkungen der Globalisierung sind auch in der Funktionsweise des Sozialstaates bemerkbar. Kann der Sozialstaat auf die neuen Dynamiken, die besonders im ökonomischen System anzutreffen sind, mit den alten Mechanismen eingehen? Die Frage muss ebenso umgekehrt gestellt werden: Welche funktionalen Auswirkungen (positive wie negative) hat der Sozialstaat auf die (ökonomische) Globalisierung? 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