Back to results

Universität Heidelberg

Synthese von Iridoidglykosiden in Pflanzen und Gewebekulturen

Abstract

dc:description.abstract

In vitro Pflanzen von H. procumbens, S. nodosa und P. lanceolata wurden aus Samen etabliert und dienten als Ausgangsmaterial zur Etablierung von Kallus- und Wurzelkulturen. Ebenfalls erfolgreich war die Vermehrung der Pflanzen in vitro. Die Iridoidglykoside Harpagosid, Aucubin und Catalpol wurden mittels LC-ESI-MS identifiziert und ihre Anteile in den verschiedenen Pflanzenorganen durch HPLC-Analyse bestimmt. Zum Vergleich wurden intakte Pflanzen analysiert. Die in vitro Pflanzen zeigten unterschiedliche Verteilungsmuster an Iridoidglykosiden. In den in vitro Pflanzen von S. nodosa wurde mit insgesamt 1,68 % (TG) deutlich mehr Harpagosid produziert als in denjenigen von H. procumbens. An Aucubin wurde in den verschiedenen Organen der in vitro Pflanzen von S. nodosa und P. lanceolata ein fast identisches Verteilungsmuster mit einem Gesamtgehalt über 2 % bestimmt. Beim Vergleich mit den intakten Pflanzen wiesen die in vitro kultivierten Pflanzen von S. nodosa nur etwas niedrigere Werte an detektierbaren Iridoiden auf als die intakten Pflanzen (4,36 % bzw. 4,88 %). Die intakten Pflanzen von P. lanceolata zeigten zum Sammelzeitpunkt dagegen einen etwas niedrigeren Iridoidgehalt als die in vitro kultivierten auf (3,70 % bzw. 3,48 %). Die Sekundärstoffproduktion der in vitro Pflanzen konnte durch Zugabe von Methyljasmonat nicht gesteigert werden, aber in den Wurzeln wurde eine Verschiebung des Iridoidglykosidgehaltes zugunsten von Catalpol bewirkt. Beim Vergleich intakter Pflanzen verschiedener Plantago-Arten zeigten sich deutliche Unterschiede bei der Verteilung von Aucubin und Catalpol in den verschiedenen Organen. Kallus- und Wurzelkulturen wurden hinsichtlich ihres Wachstumsverhaltens charakterisiert und auf den Gehalt an Iridoidglykosiden untersucht. Diese waren offensichtlich nicht in der Lage, Iridoidglykoside zu synthetisieren. Hinsichtlich der pharmakologischen Wirkungen wurde für Harpagosid und Harpagophytum-Extrakte in vitro keine Hemmung der COX-1 festgestellt. Eine Inhibierung der LOX aus Sojabohnen wurde für die Iridoidglykoside Harpagosid, Aucubin und Catalpol in schwächerem Maße beobachtet als für verschiedene Pflanzenextrakte von H. procumbens, S. nodosa und P. lanceolata. Im in vivo CAM-Assay am Hühnerembryo konnte für Harpagosid und Catalpol keine antiangiogene Wirkung nachgewiesen werden.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
thesis.doctoral
Grantor dc:publisher
Universität Heidelberg
Year
2006

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Sesterhenn, Katja
Contributors dc:contributor
  • Wink, Michael

Identifiers

dc:identifier.*
Repository record source_url
http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/7308
OAI identifier oai:identifier
oai:archiv.ub.uni-heidelberg.de:7308

Chain of custody

source
Harvested from
Universität Heidelberg
Base URL
archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/cgi/oai2
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Sesterhenn, Katja. Synthese von Iridoidglykosiden in Pflanzen und Gewebekulturen. thesis.doctoral thesis, Universität Heidelberg, 2006. http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/7308