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Universität Heidelberg

Regulation ektopischer Genexpression im Thymus-Mikroenvironment: vom Medulla Kompartiment zur Einzelzellebene

Abstract

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Die Diskriminierung von Fremd- und Selbstantigenen ist eine elementare Eigenschaft des Immunsystems von Invertebraten und Vertebraten. Die Toleranz gegenüber eigenen Proteinen des Körpers wird durch die intrathymische Selektion von T-Zell-Rezeptoren gewährleistet. Selbsttoleranz wird u. a. durch ein diverses Liganden-Angebot von gewebespezifischen Genen („promiskuöse Genexpression“ (pGE); Derbinski et al., 2001) von medullären Thymusepithelzellen (mTEZ) spezifiziert. Die vorliegende Arbeit sollte die zelluläre und molekulare Regulation von pGE in mTEZ auf drei verschiedenen Ebenen analysieren. Zum einen sollten abgegrenzte, neonatale medulläre Areale auf ihre Vollständigkeit des Liganden-Repertoires untersucht werden, zum anderen sollten einzelne mTEZ Klone, aus denen eine medulläre Region besteht, auf ihre Genexpression untersucht werden. Schließlich sollten die Genexpressionsmuster von verschiedenen mTEZ-Subpopulationen, aus denen Klone zusammengesetzt sind, charakterisiert werden. Zum ersten Mal konnte in dieser Arbeit gezeigt werden, dass isolierte medulläre Inseln in neonatalen Mäusen diverse Genexpression zeigen, jedoch kein vollständiges Profil der ausgewählten Gene exprimieren. Dies könnte eine Ursache für unvollständige neonatale Toleranz darstellen. Eine erhöhte Expression von gewebespezifischen Antigenen wurde tendenziell im äußeren Rand der Medulla lokalisiert. Die klonale Zusammensetzung einer Medulla sollte mit Hilfe von Aggregationschimären weiter charakterisiert werden, in Bezug auf Größe, Lokalisation der Klone sowie Genexpression. Die Klone setzen sich durchschnittlich aus 40 Zellen zusammen, die sich vorwiegend am äußeren Rand der Medulla befinden und sind in sich heterogen in Bezug auf die Expression des Transkriptionsregulators AIRE. Die Isolation bestimmter gewebespezifischer Antigen-positiver mTEZ erlaubte eine Analyse von (Ko)-expressionsmustern bezüglich anderer Gene. Zwei Beobachtungen sind bemerkenswert: zum einen wurden benachbarte Gene (cluster) koexpremiert und zum anderen konnten mindestens zwei mTEZ Sublinien –AIRE-negative und AIRE-positive - unterschieden werden. Zusammenfassend zeigen diese Ergebnisse ein komplexes Bild der zellulären und molekularen Regulation der ektopischen Expression gewebespezifischer Gene in mTEZ. Insgesamt ist das beobachtete Genexpressionsmuster weder mit einer globalen chromosomalen „Derepression“ von Genexpression noch mit einer strikt gewebespezifischen Regulation zu vereinbaren.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
thesis.doctoral
Grantor dc:publisher
Universität Heidelberg
Year
2006

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Arnold, Janna
Contributors dc:contributor
  • Schirrmacher, Volker

Identifiers

dc:identifier.*
Repository record source_url
http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/7073
OAI identifier oai:identifier
oai:archiv.ub.uni-heidelberg.de:7073

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source
Harvested from
Universität Heidelberg
Base URL
archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/cgi/oai2
Last updated
2026-07-24
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OAI-PMH GetRecord
citation

Arnold, Janna. Regulation ektopischer Genexpression im Thymus-Mikroenvironment: vom Medulla Kompartiment zur Einzelzellebene. thesis.doctoral thesis, Universität Heidelberg, 2006. http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/7073