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Universität Heidelberg

Serologische Identifizierung von Tumorantigenen des kutanen T-Zell Lymphoms mit Fokus auf Plasmamembranproteine

Abstract

dc:description.abstract

Die vorliegende Arbeit hatte das Ziel, Plasmamembranproteine zu finden, die spezifisch für die kutane T-Zell Lymphome (CTCL), Sézary Syndrom (SzS) und Mycosis fungoides (MF), sind. Zu ihrer Identifizierung wurde zunächst über differentielle Zentrifugation ein Oberflächenpräparat der CTCL-Zelllinie HuT78 hergestellt. Es diente als Antigengemisch für die Immunisierung von Kaninchen. Die gewonnenen polyvalenten Antiseren reagierten in ELISA- und Western Blot Analysen spezifisch mit Proteinen des Oberflächenpräparats. Ferner zeigte eine immunzytochemische Analyse, dass sie die Oberfläche nativer HuT78-Zellen erkannten. Für die eigentliche Identifizierung von Plasmamembranproteinen wurden die Kaninchen-Antiseren zunächst in der Immunpräzipitation eingesetzt. Dabei wurde unter den präzipitierten Proteinen auch das Vorläuferprotein des plasmamembranständigen ICAM-1 identifiziert. Ihren zweiten Einsatz hatten die Kaninchenseren in einer serologischen Analyse, bei der eine cDNA-Phagenbank der CTCL-Zelllinie SeAx nach reaktiven Klonen durchsucht wurde. Hierbei wurden neben Plasmamembran- auch viele Nicht-Plasmamembranproteine identifiziert. Aufgrund ihrer Lokalisation und Funktion bei diversen Tumoren wurden aus 42 identifizierten Proteinen fünf für eingehendere Expressions-Analysen ausgewählt: Ku86, ein Mitglied eines DNA-Reparatur-Komplexes; hZimp10, ein Ko-Aktivator des Androgen-Rezeptors; FOXM1, ein in Embryonalgewebe ubiquitär auftretender Transkriptionsfaktor; MT5-MMP, eine im Abbau von extrazellulärer Matrix involvierte Proteinase und das Adhäsionsprotein Integrin alpha 4. Western Blot Analysen zeigten, dass Ku86 bei HuT78-Zellen auch Teil von „Lipid rafts“, cholesterinreichen Membrandomänen mit signalübertragenden Proteinen, sein kann. Real-time PCR Analysen zielten darauf ab, die Expression von hZimp10, FOXM1, MT5-MMP und Integrin alpha 4 in Haut- und PBMC-Proben von CTCL-Patienten mit entsprechenden Kontroll-Proben zu vergleichen. Dabei wurde eine gegenüber Normalzellen erniedrigte Transkripthöhe von hZimp10 bei CTCL beobachtet. Desweiteren konnte eine Expression von FOXM1 ausschließlich in Proben von SzS-Patienten gezeigt werden. Im Vergleich zu Nicht-Tumorproben wurden in CTCL-Proben für Integrin alpha 4 gleiche Transkripthöhen und für MT5-MMP in den Hautproben der MF-Patienten erniedrigte Transkripthöhen bestimmt. Auf Proteinebene wurde darüber hinaus für das kutane T-Zell Lymphom ein von Normalzellen abweichendes Reifungsmuster von MT5-MMP beobachtet. Vor allem waren die löslichen, aktiven Formen der Matrix Metalloproteinase in niedrigeren Mengen vorhanden bzw. gänzlich abwesend in den CTCL-Proben. Aus der Arbeit resultierend, könnten eingehendere „Lipid raft“-Analysen von CTCL-Zellen zum Auffinden von tumorspezifischen Plasmamembranproteinen beitragen.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
thesis.doctoral
Grantor dc:publisher
Universität Heidelberg
Year
2006

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Lee, Mieun
Contributors dc:contributor
  • Schröder, Claus Hobe

Identifiers

dc:identifier.*
Repository record source_url
http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/6455
OAI identifier oai:identifier
oai:archiv.ub.uni-heidelberg.de:6455

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Universität Heidelberg
Base URL
archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/cgi/oai2
Last updated
2026-07-24
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OAI-PMH GetRecord
citation

Lee, Mieun. Serologische Identifizierung von Tumorantigenen des kutanen T-Zell Lymphoms mit Fokus auf Plasmamembranproteine. thesis.doctoral thesis, Universität Heidelberg, 2006. http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/6455