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Universität Heidelberg

N-[2-(Diethylamino)ethyl]benzamide als melanomaffine Trägermoleküle für Zytostatika und Gadoliniumkomplexe

Abstract

dc:description.abstract

Wegen ihrer hohen in vivo Melanomaffinität wurden N-[2-(Diethylamino)ethyl]benzamide als melanomselektive Trägermoleküle für Zytostatika ausgewählt. Es wurden Chlorambucilkon-jugate, Chlorambucilanaloga, Dacarbazinanaloga, Methotrexatkonjugate, ein Platinkomplex und ein Anthrazyklinkonjugat synthetisiert, analytisch charakterisiert und ihre IC50-Werte für murine B16 Melanomzellen, SkMel 28 (humane Melanomzellen), Mausfibroblasten, MH3924A (Morris Hepatom) und HeLa (humanes Zervixkarzinom) ermittelt. Alle Chlorambucilkonjugate und 3 von 5 Chlorambucilanaloga erwiesen sich für jede der getesteten Zellinien toxischer als Chlorambucil. Drei Chlorambucilkonjugate waren für die Melanomzellen toxischer als Dacar-bazin. Zwei Monotriazene und ein Bis-Triazen waren für die Melanomzellen potenter als Dacar-bazin und Chlorambucil. Diese Triazene verursachten auch bei den anderen Zellinien eine stärkere Proliferationshemmung. Alle anderen Benzamide mit Triazenstruktur zeigten keine zytostatische Aktivität. Das Anthrazyklinderivat wirkte besser als Dacarbazin und Chlorambucil. Der Platinkomplex war zytostatisch inaktiv. Obwohl Nicht-Melanomzellen keine Anreicherung der Benzamid-Zytostatika zeigten, waren die Benzamid-Zytostatika auch für diese Zellinien toxischer als Chlorambucil und Dacarbazin. Um die mechanistischen Gründe dieser Versuchsbeobachtungen aufzudecken, wurden die DNS- und Melaninaffinitäten von vier verschiedenen Benzamidzytostatika sowie von den Zytostatika Dacarbazin und Chlorambucil ermittelt. Zusätzlich wurde der Einfluß von extrazellulärem, synthetischen Melanin auf die Zytotoxizität der Verbindungen für B16 und MH3924A Zellen untersucht. Untersuchungen über die Auswirkungen der Zytostatika auf den intramelanosomalen pH-Wert, die Tyrosinaseaktivität und den Melaningehalt von B16 Melanomzellen schlossen diese Experimente ab. Es wurde gezeigt, dass das geteste Chlorambucilkonjugat und das Chlorambucilanalogon eine höhere DNS-Affinität aufweisen als Chlorambucil. Die Zytostatika mit einer Triazenfunktion im Molekül wurden zu einem größeren Ausmaß an die DNS gebunden als die anderen Zytostatika, wobei die Triazen-Benzamide stärker an DNS gebunden wurden als Dacarbazin. Die IC50-Werte für B16 Melanomzellen korrelieren mit der Melaninaffinität der Benzamid-Zytostatika. Je höher die Melaninaffinität ist, desto geringer ist die zytostatische Wirkung. Die Benzamidzytostatika heben den intramelanosomalen pH-Wert an, was zu einer Erhöhung der Tyrosinaseaktivität und damit auch des Melaningehaltes führt. Die Folge dieser Reaktionskette ist die Verstärkung des Abfangeffektes für Benzamid-Zytostatika. Außerdem wurde der Versuch unternommen, durch Konjugation von Gadoliniumchelatoren mit N-[2-(Diethylamino)ethyl]benzamiden, melanomspezifische MRT-Kontrastmittel zu erhalten. Die Konjugation von N-[2-(Diethylamino)ethyl]benzamiden an DOTA oder DTPA führte zu einer geringen Aufnahme von Gadolinium in die Zellen. Durch die Verwendung von Schleppermolekülen konnte eine Verbesserung der Aufnahme von Gadolinium in die Zellen erzielt werden, allerdings war die in MH3924A gefundene Gadoliniummenge größer als in den B16 Melanomzellen. Die Polyamine waren die effektivsten Schleppermoleküle.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
thesis.doctoral
Grantor dc:publisher
Universität Heidelberg
Year
2005

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Wolf, Markus
Contributors dc:contributor
  • Eisenhut, Michael,

Identifiers

dc:identifier.*
Repository record source_url
http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/5031
OAI identifier oai:identifier
oai:archiv.ub.uni-heidelberg.de:5031

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Universität Heidelberg
Base URL
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Last updated
2026-07-24
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citation

Wolf, Markus. N-[2-(Diethylamino)ethyl]benzamide als melanomaffine Trägermoleküle für Zytostatika und Gadoliniumkomplexe. thesis.doctoral thesis, Universität Heidelberg, 2005. http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/5031