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Universität Heidelberg

Drei Aspekte des diagnostischen Konzepts der leichten kognitiven Beeinträchtigung im Alter : niedrige Testleistung, Selbstwahrnehmung und Volumenminderung im Hippocampusbereich

Abstract

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An einer Stichprobe von 71 gesunden Probanden zwischen 64 und 67 Jahren (M = 66.5 Jahre) wurde geprüft, ob die AACD-Kriterien (aging-associated cognitive decline) der leichten kognitiven Beeinträchtigung im Alter eine Risikogruppe für die spätere Entwicklung einer Alzheimer Demenz identifizieren können. Es wurden kognitive Leistungstests und Selbsteinschätzungsbögen eingesetzt und volumetrische MR-Daten des Hippocampus und parahippocampalen Gyrus erhoben. Außerdem konnte auf die 3 ½ Jahre früher erhobenen Daten von Leistungstests und Selbsteinschätzungsbögen zurückgegriffen werden, die im Rahmen der Interdisziplinären Längsschnittstudie des Erwachsenenalters (ILSE) an derselben Stichprobe erhoben worden waren. Der Zusammenhang zwischen niedriger Testleistung zum ersten und zweiten Zeitpunkt betrug Phi =.28, p <.05 Die Gesamttestleistung korrelierte zwischen den zwei Zeitpunkten mit r = .84, p < .0001. Die kognitive Verarbeitungsgeschwindigkeit erwies sich als ein ebenso guter Prädiktor der Gesamttestleistung wie die Gedächtnisleistung. Die Selbstwahrnehmung leichter kognitiver Beeinträchtigung korrelierte nur zum ersten Zeitpunkt mit -.27, p < .05 mit der Testleistung und verbesserte eine Vorhersage der Testleistung zum zweiten Zeitpunkt nicht. Aber es ergab sich ein mittlerer Zusammenhang zwischen Testleistung und Depressivität von r = -.38, p < .001 / r = -.30, p <.05 (1./2. Zeitpunkt). Probanden, die zum ersten Zeitpunkt eine niedrige Testleistung erzielt hatten, hatten im Vergleich zu den restlichen Probanden ein signifikant geringeres rechtes Hippocampusvolumen (t = 2.37, p < .05) und ein tendenziell niedrigeres Volumen des rechten Gyrus parahippocampalis (t = 1.88, p < .07), was auf ein erhöhtes Risiko für die spätere Entwicklung einer AD hinweist. In einer Regressionsanalyse klärten die Volumina des rechten Hippocampus und des linken parahippocampalen Gyrus 25% der Varianz (p < .01) des Gesamttestwertes zum zweiten Zeitpunkt auf. Im einzelnen klärte das Volumen des rechten Hippocampus in einer Regressionsanalyse 19% der Varianz (p < .01) der Gedächtnisleistung und 13% der Varianz (p < .05) der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit auf. Das Volumen des linken parahippocampalen Gyrus klärte 16% der Varianz (p < .007) der Wortflüssigkeit auf. Die AACD-Kriterien scheinen insgesamt zur Identifizierung einer Risikogruppe geeignet, da sich eine gewisse Stabilität der Gruppenzugehörigkeit über die Zeit zeigte und auch andere kognitive Leistungsbereiche als die Gedächtnisleistung entscheidend für die Vorhersage der Testleistung waren und Zusammenhänge zu den volumetrischen MR-Daten zeigten. Das diagnostische Kriterium der Selbstwahrnehmung kognitiven Nachlassens erwies sich aber als wenig sinnvoll.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
thesis.doctoral
Grantor dc:publisher
Universität Heidelberg
Year
2003

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Kratz, Benita
Contributors dc:contributor
  • Martin, Peter,

Identifiers

dc:identifier.*
Repository record source_url
http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/3550
OAI identifier oai:identifier
oai:archiv.ub.uni-heidelberg.de:3550

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source
Harvested from
Universität Heidelberg
Base URL
archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/cgi/oai2
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Kratz, Benita. Drei Aspekte des diagnostischen Konzepts der leichten kognitiven Beeinträchtigung im Alter : niedrige Testleistung, Selbstwahrnehmung und Volumenminderung im Hippocampusbereich. thesis.doctoral thesis, Universität Heidelberg, 2003. http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/3550