Abstract
dc:description.abstractSowohl die historisch-gesellschaftliche Situation nach den existentiellen Erschütterungen durch den Holocaust und den 2. Weltkrieg als auch die Unzufriedenheit mit den ästhetischen Entwürfen der klassischen Moderne führten zur Suche nach einem angemessenen Sujet und einer adäquaten Bildsprache. Dabei mußte das geltende Verhältnis zwischen Künstler und Natur überprüft werden. Im Abstrakten Expressionismus zeigt sich deutlich das Bedürfnis nach einer Neudefinition des Naturbildes und der Beziehung des Künstlers zur Natur. Auch wenn im Abstrakten Expressionismus Natur als Bildgegenstand gar nicht oder nur noch eingeschränkt wirksam ist, spielt das Verhältnis zur Natur eine wesentliche Rolle bei der Ausformung der künstlerischen Konzepte. Sie kann als Modell vollkommen abgelehnt werden, wie bei Barnett Newman und Clyfford Still, oder aber unter bestimmten Bedingungen akzeptiert werden, wie bei Jackson Pollock, Willem de Kooning, Mark Rothko, Robert Motherwell und Franz Kline. So unterschiedlich die künstlerischen Ergebnisse sein mögen, gemeinsam ist den Abstrakten Expressionisten eine Kunst, die die Gesetze des Lebendigen widerspiegelt, ohne dabei zwangsläufig auf visuelle Erfahrungen zurückgreifen zu müssen. Wachstumsprozesse der Natur werden thematisiert, indem sie auf den Schaffensprozeß projiziert werden. Der kreative Prozeß ahmt nicht nur Naturvorgänge nach, sondern wird selbst zum Naturprozeß.
Degree
thesis:*- Level thesis:degree_level
- thesis.doctoral
- Grantor dc:publisher
- Universität Heidelberg
- Year
- 2002
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Joswig, Petra
- Contributors dc:contributor
-
- Riedl, Peter Anselm
Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/3263
- OAI identifier oai:identifier
- oai:archiv.ub.uni-heidelberg.de:3263