Universität Heidelberg
Funktionelle Aspekte der zwei Pex11-Homologe Pex11-1 und Pex11-2 bei der Peroxisomenbiogenese in Säugern
Abstract
dc:description.abstractZiel dieser Arbeit war die Funktionsanalyse der Pex11-Homologe Pex11-1 und Pex11-2 aus Säugern, welche integrale peroxisomale Membranproteine mit zwei Transmembrandomänen und in das Zytoplasma ragenden Termini sind. Die funktionelle Bedeutung der Termini, insbesondere des Pex11-2-N-Terminus, sollte geklärt werden. Weiterhin sollte untersucht werden, ob im N-Terminus von Pex11-2 ein Targeting-Signal enthalten ist. Es wurden cDNA-Konstrukte, z.T. mit Verkürzungen am N- und / oder am C-Terminus, und Fusionsproteine mit Marker-Molekülen wie Myc, GFP, CFP und YFP angefertigt. Nach Transfektion der Konstrukte in AT3- und CHO-Zellen wurden diese immuncytochemisch untersucht: I.) wt-Pex11-2-Expression induziert eine etwa Verzehnfachung der Peroxisomenzahl. II.) Myc-Pex11-2-Expression erzeugt in CHO-Zellen tubuläre statt sphärischer Peroxisomen mit intraperoxisomaler Proteinsegregation. III.) GFP-Pex11-2-Expression erzeugt Cluster peroxisomaler Tubuli. Durch Inkubation mit dem Inhibitor Nocodazol wurden Mikrotubuli als maßgebliche Zellstruktur für die peroxisomale Clusterbildung identifiziert. Nach Verkürzung des N-Terminus bleiben bei allen Konstrukten die ursprünglich beobachteten Effekte der unverkürzten Konstrukte aus, obwohl die Proteine in die Peroxisomenmembran inseriert werden. Denkbare Funktionen des Pex11-2-N-Terminus wären: (i) Beeinflussung der Mikrotubuli-Assoziation beim Peroxisomen-Transport, evt. über Kinesin. (ii) Funktion bei der Peroxisomenbiogenese, insbesondere bei der Fragmentierung. Weiterhin zeigen die Ergebnisse, daß die Pex11-Homologe kein funktionsfähiges PTS im N-Terminus enthalten, das wohl eher im luminalen Loop lokalisiert ist. Die Identifikation möglicher cytosolischer Interaktionspartner des Pex11-2-N-Terminus steht noch aus. Die vorliegenden Ergebnisse weisen auf das Vorhandensein unterschiedlicher funktioneller Abschnitte des Pex11-2-Moleküls hin und bilden somit eine Basis für die weitere Charakterisierung dieses Proteins.
Degree
thesis:*- Level thesis:degree_level
- thesis.doctoral
- Grantor dc:publisher
- Universität Heidelberg
- Year
- 2002
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
-
- Kreiselmeier, Alexander
- Contributors dc:contributor
-
- Wieland, Felix T.
Identifiers
dc:identifier.*- Repository record source_url
- http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/2487
- OAI identifier oai:identifier
- oai:archiv.ub.uni-heidelberg.de:2487