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Universität Heidelberg

Die 170-um-Zufallsdurchmusterung mit ISO - Strukturen im kalten Staub der Milchstraße

Abstract

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Die Zufallsdurchmusterung von ISO bei 170um bietet gute Möglichkeiten, das interstellare Medium der Milchstraße zu untersuchen. In der vorliegenen Arbeit wird gezeigt, wie aus den Satelliten-Schwenks neue Erkenntnisse über Verteilung und Struktur der interstellaren Materie gewonnen werden können. Es ist ein Verfahren entwickelt worden, Strukturen mit Ausdehnungen bis 15' automatisch aus den Schwenks zu extrahieren. Position, Winkelausdehnung, Helligkeit und (170um/100um) Farbtemperatur werden dabei für alle Quellenkandidaten bestimmt. Eine Analyse der Daten in Chamaeleon ergibt, daß die kältesten gefundenen Knoten mit kalten, dichten Molekülwolken-Kernen zusammenfallen. Andererseits treten alle von ISO überquerten Molekülwolken-Kerne auch als Staub-Kondensationen in Erscheinung. Meistens ist deren Staubtemperatur niedriger als in der Umgebung. Hohe Farbtemperaturen, die in einigen Kernen mit eingebetteten jungen stellaren Objekten gefunden werden, weisen auf warmen zirkumstellaren Staub hin. In der Dunkelwolke B217 wird der Zustand des interstellaren Gases mit Hilfe von Ammoniak-Beobachtungen bestimmt. Der Wolkenkern B217SW befindet sich in hydrostatischem Gleichgewicht und könnte zukünftig Sterne bilden. Die in B217 gefundene Verknüpfung von Staub- und Gastemperatur steht in Einklang mit einer statistischen Untersuchung an weiteren 14 dichten Kernen. Schließlich werden die kalten Knoten der Wolkenkomplexe in Chamaeleon, Taurus und Ophiuchus miteinander verglichen. Eine Staubtemperatur von etwa 13K stellt überall einen Grenzwert dar, der nur in Regionen mit Sternentstehung unterschritten wird. Die höchsten Temperaturen werden in der Rho-Ophiuchi-Wolke gefunden und sind mit einer außergewöhnlich hohen Sternentstehungs-Effizienz verbunden. Zahlreiche mit der Zufallsdurchmusterung bei 170um entdeckte, bei 100um aber undetektierte Quellen weisen auf extrem kalten Staub hin und bilden eine Ausgangsbasis für weitere Forschungen.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
thesis.doctoral
Grantor dc:publisher
Universität Heidelberg
Year
2001

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Hotzel, Stephan
Contributors dc:contributor
  • Lemke, Dietrich

Identifiers

dc:identifier.*
Repository record source_url
http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/1649
OAI identifier oai:identifier
oai:archiv.ub.uni-heidelberg.de:1649

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Universität Heidelberg
Base URL
archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/cgi/oai2
Last updated
2026-07-24
Source record
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citation

Hotzel, Stephan. Die 170-um-Zufallsdurchmusterung mit ISO - Strukturen im kalten Staub der Milchstraße. thesis.doctoral thesis, Universität Heidelberg, 2001. http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/1649