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Universität Heidelberg

Holographische Abbildung nicht-kristalliner organischer und biologischer Makromoleküle mit Elektronenpunktquellen

Abstract

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In dieser Arbeit wurde an der Weiterentwicklung einer neuen Methode zur Strukturaufklärung von Makromolekülen gearbeitet. Holographie mit niederenergetischen Elektronen ist eine Mikroskopietechnik, die ohne Linsen und aus Linsen resultierenden Fehlern arbeitet. Hologramme können mit einer nominellen Vergößerung von M > 106 aufgenommen werden. Eine ultrascharfe Wolframspitze liefert dabei die zur Holographie benötigte kohärente Strahlung. Die Elektronenquelle wird in einem Elektronen-Projektionsmikroskop bis auf Abstände < 1 mm an ein semitransparentes Objekt angenähert. Ein Teil der aus der Punktquelle emittierten Wellenfunktion eines Elektrons wird an dem Objekt gestreut (Objektwelle). Dieser interferiert mit dem ungestreuten Anteil der Wellenfunktion (Referenzwelle) und es entsteht ein Hologramm. Um daraus Informationen über die Lage der Streuzentren zu gewinnen, muß die Wellenfront in der Objektebene rekonstruiert werden. Dazu muß das Hologramm mit kohärenter Strahlung beleuchtet werden. Dies kann numerisch mit einem Rekonstruktionsalgorithmus beruhend auf der Kirchhoff-Helmholtz-Transformation erfolgen. Die zur Rekonstruktion verwendete Software LEEPS bietet auch die Möglichkeit, Hologramme zu simulieren, mit denen die Abbildungen im Elektronen-Projektionsmikroskop verglichen werden können. Phthalocyaninatopolysioloxan, DNA und das cis-Platin-Addukt an DNA wurden auf unterschiedlichen Objektträgern präpariert und holographisch abgebildet. Die Hologramme der stäbchenförmigen Moleküle rekonstruieren als Stränge mit einem Durchmesser von ca. 2 nm, was sehr gut dem Moleküldurchmesser entspricht. Die Doppelhelix der DNA konnte ebenfalls aufgelöst werden. Die zu den Experimenten durchgeführten Simulationen bestätigten die experimentellen Ergebnisse. Weitere Simulationen zeigten, daß bei Verwendung eines größeren Bildschirms und höherer Energie eine Auflösung im Subnanometer-Bereich möglich sein sollte.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
thesis.doctoral
Grantor dc:publisher
Universität Heidelberg
Year
2001

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Jäger, Barbara Maria
Contributors dc:contributor
  • Grunze, Michael

Identifiers

dc:identifier.*
Repository record source_url
http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/1515
OAI identifier oai:identifier
oai:archiv.ub.uni-heidelberg.de:1515

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Harvested from
Universität Heidelberg
Base URL
archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/cgi/oai2
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Jäger, Barbara Maria. Holographische Abbildung nicht-kristalliner organischer und biologischer Makromoleküle mit Elektronenpunktquellen. thesis.doctoral thesis, Universität Heidelberg, 2001. http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/1515