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Universität Heidelberg

Die Klassifikation psychischer Störungen nach DSM-IV mit Hilfe eines strukturierten Interviews (F-DIPS) : eine Untersuchung der Retest-Reliabilität und der Validität

Abstract

dc:description.abstract

Zur Verbesserung der Diagnostik psychischer Störungen wurden Interviewleitfäden entwickelt, mit deren Hilfe eine Klassifikation nach DSM oder ICD vorgenommen werden kann. Bei dem strukturierten Interview F-DIPS (Diagnostisches Interview bei psychischen Störungen- Forschungsversion für DSM-IV von Margraf et al.) handelt es sich um ein Verfahren, mit dem psychotherapierelevante Achse I- Störungen erhoben werden können. In der vorliegenden Studie wurden die Retest-Reliabilität und die Validität des Instruments untersucht sowie Faktoren, die die Reliabilität beeinflussen. Eine genaue Fehleranalyse wurde durchgeführt. 191 Patienten aus Universitätskliniken (psychosomatisch und psychiatrisch) und einer psychosomatischen Rehabilitationsklinik wurden einem F-DIPS im zeitlichen Abstand von 2 Wochen unterzogen. Die Validität wurde durch gut erprobte Fragebögen und anhand der klinischen Diagnose geprüft. Insgesamt zeigte sich eine ausgezeichnete Reliabilität bei den Essstörungen (Kappa 0,89). Eine gute Reliabilität ergab sich beim Substanzgebrauch (k = .70), der Major Depression (k = .72), bei bipolaren Störungen (k = .83) und der Hypochondrie (k = .75). Eine ungenügende Übereinstimmung zeigte sich bei der GAS (k = .36, Yules-Y = .61) und der Dysthymie (k = .31, Y = .51). Bei Angst- und somatoformen Störungen zeigte sich die Übereinstimmung von zwei Interviewern besonders abhängig vom Vorliegen einer Cluster-B-Persönlichkeitsstörung und einer hohen Komorbidität. Das F-DIPS misst sämtliche Störungen valide. Insgesamt kann in Anbetracht der unselektierten, komorbid gestörten Klinik-Stichprobe bei klinisch relativ gering erfahrenen Interviewern davon ausgegangen werden, dass sich das F-DIPS sehr gut für affektive Störungen, Substanzgebrauch und Essstörungen eignet, um in diagnostisch schwierigen Stichproben eingesetzt zu werden. Bei hoher Komorbidität sollten die Diagnosen von Angst- und somatoformen Störungen z.B. mit zusätzlichen Fragebögen erhärtet werden.

Degree

thesis:*
Level thesis:degree_level
thesis.doctoral
Grantor dc:publisher
Universität Heidelberg
Year
2001

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Keller, Andrea
Contributors dc:contributor
  • Fiedler, Peter

Identifiers

dc:identifier.*
Repository record source_url
http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/1494
OAI identifier oai:identifier
oai:archiv.ub.uni-heidelberg.de:1494

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source
Harvested from
Universität Heidelberg
Base URL
archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/cgi/oai2
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Keller, Andrea. Die Klassifikation psychischer Störungen nach DSM-IV mit Hilfe eines strukturierten Interviews (F-DIPS) : eine Untersuchung der Retest-Reliabilität und der Validität. thesis.doctoral thesis, Universität Heidelberg, 2001. http://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/1494