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Georg-August-Universität Göttingen

Eine Nachuntersuchung von parodontal behandelten Recallpatienten in einer privatzahnärztlichen Praxis

Abstract

dc:description

Ziel der Untersuchung war zu prüfen, ob eine parodontale Langzeitstabilität durch geschlossene Parodontaltherapie mit Ultraschall und regelmäßige unterstützende Nachsorge (UPT) in einer zahnärztlichen Praxis erzielt werden kann. Patienten mit der Diagnose chronische Parodontitis, die eine systematische Parodontitistherapie mit Ultraschall (Piezon Master 400®, EMS) im Sinne eines Full-Mouth-Scaling durchlaufen hatten und sich seit mindestens drei Jahren in UPT (mind. 1xjährlich) befanden, wurden um freiwillige Teilnahme gebeten. Die Ausgangsbefunde wurden aus den Patientenunterlagen (Alter, Geschlecht, Rauchgewohnheiten, Anamnese, Recallfrequenz), Parodontalstatus (Zahnstatus, Sondiertiefen) und Panoramaschichtaufnahmen (Knochenabbau) erfasst. In einer klinischen Nachuntersuchung erfolgte die Erhebung des zwischenzeitlichen Zahnverlustes, der Sondierungstiefe und anhand aktueller Panoramaschichtaufnahmen des Knochenabbaus. Statistische Auswertung: nicht parametrische Varianzanalyse ANOVA (Signifikanzniveau: p<0,05). Von 193 möglichen Patienten konnten 92 (w=54, m=38) mit einem durchschnittlichen Alter von 55±12,6 Jahren einbezogen werden. Die durchschnittliche Nachsorgezeit betrug 6,7±2,1 Jahre. Im Laufe des Beobachtungszeitraums wurden insgesamt 77 Zähne extrahiert (54 aus parodontalen Gründen). Lediglich das Alter zeigte einen signifikanten Einfluss (p=0,01). Die durchschnittliche Sondierungstiefe konnte von 4,1±1,2 mm auf 3,0±1,2 mm reduziert werden. Nach Zahngruppen unterteilt, zeigten bei Frontzähnen die Rauchgewohnheiten (p=0,004), Anamnese (p=0,051) und das Geschlecht (p=0,026) und bei OK-Molaren sowohl das Alter (p=0,0004) als auch das Geschlecht (p= 0,020) einen signifikanten Einfluss; für Prämolaren und UK-Molaren lediglich die Rauchgewohnheiten (p=0,002). Der Knochenabbau blieb über den Beobachtungszeitraum konstant (3,4±1,6 mm zu 3,3±1,5 mm). Bei allen Zahngruppen wies hier nur das Alter einen signifikanten Einfluss auf (p=0,001). Das Patientenrisiko erneut an einer Parodontitis zu erkranken konnte durch die Therapie und jahrelange Nachsorge deutlich gesenkt werden. In der niedrig Risiko Gruppe sind zum Zeitpunkt Base 12 (13,04%) Patienten gezählt worden. Zum Zeitpunkt End sind es bereits 42 Patienten (45,65%) die eine niedrige Prognose bezüglich einer Neuerkrankung aufweisen. In der mittel Risiko - Gruppe sinken die Patientenzahlen von Anfangs 63 (68,48%) auf 43 (46,74%) zum Zeitpunkt der Nachuntersuchung. Die Anzahl der hoch Risiko - Patienten nimmt von 17 (17,48%) auf 7 (7,61%) ab. Einen ähnlichen Effekt erzielte die Therapie und Nachsorge auf die Zahnprognosen. So konnten in der Gruppe der Frontzähne 66 % der Zähne ihre Prognose verbessern, 64 % in der Gruppe der Prämolaren, 51 % in der Gruppe der Oberkiefer Molaren und ebenfalls 51 % der Unterkiefer-Molaren. Die Ergebnisse dieser Untersuchung zeigen, dass bei Vorliegen einer chronischen Parodontitis durch geschlossene Ultraschalltherapie und konsequente Nachsorge langfristig parodontale Stabilität erzielt werden kann.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Jablonski, Michael
Contributors dc:contributor
  • Ziebolz, Dirk Dr.
  • Mausberg, Rainer Prof. Dr.
  • Engelke, Wilfried Prof. Dr. Dr.

Subjects

dc:subject × 23

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-1006
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2984-5
webdoc-2984
667451242
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-B1EC-E

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Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Jablonski, Michael. Eine Nachuntersuchung von parodontal behandelten Recallpatienten in einer privatzahnärztlichen Praxis. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-B1EC-E