Georg-August-Universität Göttingen
Modifikation des Hypertrophie-Phänotyps der Myosin-Bindungs-Protein-C defizienten Maus durch Muscle-LIM-Protein
Abstract
dc:descriptionModifikation des Hypertrophie-Phänotyps der Myosin-Bindungs-Protein-C defizienten Maus durch Muscle-LIM-Protein Von einer Herzinsuffizienz sind etwa 3 % der Menschen in den alten Bundesländern betroffen. Ursächlich liegt oft eine genetische Veränderung in Funktionsproteinen vor, zu denen das Myosin-Bindungs-Protein-C (MyBPc) und das Muscle-LIM-Protein (MLP) gehören. In dieser Arbeit wurde anhand eines Mausmodells die Auswirkung des kompletten Ausfalls eines (MLPHET) bzw. beider (DKO) für die Proteine kodierenden Gene auf die Herzfunktion untersucht. Als Kontrollgruppe dienten Tiere mit doppelt-heterozygotem Genotyp (DHET). Dafür wurden zunächst echokardiographische Funktionsparameter in vivo gewonnen, sowie Herz- und Körpergewicht der Mäuse erhoben. Anschließend wurden intakte multizelluläre Muskelstreifen aus dem Herzen sowie aus dem Zwerchfell präpariert, elektrisch stimuliert und mit speziellen Funktionstests auf Unterschiede in der elektromechanischen Kopplung, der adrenergen Stimulationsfähigkeit, der Calciumhomöostase, sowie, nach Entfernung der Zellmembran, der Calciumsensitivität untersucht. Darüber hinaus wurden die typischen Veränderungen bei Herzinsuffizienz im Herzmuskelgewebe wie Fibrose und Hypertrophie histologisch quantifiziert. Schließlich erfolgte im Herzmuskelgewebe die semiquantitative Bestimmung des Hypertrophiemarkers ß-Myosin schwere Kette. Dabei zeigten sowohl die MLPHET- als auch die DKO-Tiere in vivo, makroskopisch als auch in vitro gegenüber der Kontrollgruppe eine deutlich eingeschränkte Herzfunktion sowie eine signifikant erhöhte Fibrosierung und Hypertrophie des Herzmuskels. Der Ausfall von MyBPc in den MLPHET- und den DKO-Tieren führte zu einer signifikant erhöhten Calcium-Sensitivität gegenüber den Kontrolltieren. Unterschiede der MLPHET-Tiere gegenüber den DKO-Tieren bestanden in einem signifikant steileren Abfall in der Kraft-Frequenz-Beziehung, einer stärkeren Post-Pausen-Potenzierung sowie einem größeren Myozytendurchmesser. Die zusätzliche MLP-Defizienz der DKO-Tiere führte also nicht zu einer funktionell stärkeren Beeinträchtigung, sondern sogar zu einer tendenziell besseren Herzfunktion. Die Aufklärung des molekularen Mechanismus , über den MLP in die Hypertrophiekaskade eingebunden ist, bleibt zukünftigen Untersuchungen vorbehalten.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Braach, Martin
- Contributors dc:contributor
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- Kögler, Harald PD Dr.
- Hasenfuß, Gerd Prof. Dr.
- El-Armouche, Ali Prof. Dr.
- Oppermann, Martin Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 16- 610 Medizin, Gesundheit
- Medicine
- Herzinsuffizienz
- Knock-out-Maus
- Muscle-LIM-Protein
- Myosin-Bindungs-Protein C
- Dilatative Kardiomyopathie
- Hypertrophische Kardiomyopathie;
- heart insufficiency
- knock-out-mouse
- myosin-binding-protein c
- dilatative cardiomyopathie
- hypertrophic cardiomyopathy
- congestive heart failure
- 44 Medizin
- M Medizin
Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
-
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-940
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2827-8
webdoc-2827
663531861 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-B196-E