Georg-August-Universität Göttingen
Klinische und kernspintomographische Ergebnisse nach Implantation von artifiziellen TruFit-Zylindern in die Entnahmedefekte bei der autologen Knorpel-Knochen-Transplantation
Abstract
dc:descriptionZiel der Arbeit: In der Literatur wird die Entnahmemorbidität nach Knorpel-Knochen-Transplantation (OCT) mit bis zu 50% angegeben (Valderrabano et al. 2009). In der vorliegenden Studie wurde geprüft, ob die Implantation von TruFit-Zylindern der Firma Smith & Nephew in die Entnahmedefekte einen Vorteil gegenüber einem unbehandelten Leerdefekt bringt. Zusätzlich wurde untersucht, ob sich der mediale dorsale Femurkondylus als Zylinderentnahmeort eignet und ob Alter, BMI und Defektgröße einen Einfluss auf die klinischen Ergebnisse haben. Material und Methoden: Patienten, deren Entnahmedefekte nach OCT mit TruFit Plugs aufgefüllt wurden, stellen die Studiengruppe (SG) dar, die sich anhand des Entnahmeortes des Spenderzylinders in zwei Untergruppen aufteilt: Untergruppe I (U I) mit Entnahme aus dem medialen dorsalen Femurkondylus und Untergruppe II (U II) mit Entnahme aus einem anderen Areal im Kniegelenk. Bei der Kontrollgruppe (KG) erfolgte die Entnahme aus dem medialen dorsalen Femurkondylus und die Entnahmedefekte wurden unversorgt belassen. Eine Nachuntersuchung sollte ca. 1 Jahr nach OP stattfinden. Es wurde ein prä- und postoperativer Vergleich zwischen SG und KG mithilfe des WOMAC, Tegner, KSS Scores und der VAS gezogen sowie zwischen U I und KG mithilfe eines ein Jahr nach OP durchgeführten MRT s. Bei p<0.05 wurde das Ergebnis als signifikant bezeichnet. Ergebnisse: In der SG konnten 14 Patienten nachuntersucht werden, davon 10 in der U I und 4 in der U II. Keiner der Patienten wies eine Entnahmemorbidität auf. Die KG bestand aus 16 Patienten. Bei einem Patienten fand sich bei der Nachuntersuchung eine deutliche, persistierende Entnahmemorbidität, bei einem anderen eine temporäre. Die Werte des WOMAC, Tegner, Knee Society Score und der VAS verbesserten sich jeweils innerhalb der SG, U I, U II und KG von prä- nach postoperativ, jedoch lässt sich bei keinem der Tests ein signifikanter Unterschied beim Vergleich der jeweils prä- und postoperativen Ergebnisse zwischen SG vs. KG bzw. U I vs. U II vs. KG feststellen. Bei der Korrelation der Parameter Alter zum OP-Zeitpunkt, BMI und Defektgröße mit den einzelnen prä- und postoperativen Score-Werten innerhalb der SG und KG findet sich lediglich zwischen BMI und KSS präOP innerhalb der SG eine signifikante Korrelation (p=0.04) sowie zwischen Defektgröße und folgenden präoperativ erhobenen Scores innerhalb der KG: Tegner (p=0.006), KSS (p<0.001), WOMAC (p=0.003). Die Auswertung der MRT s mithilfe des modifizierten Henderson Score (Henderson et al. 2003) bei 11 Patienten der SG und 14 Patienten der KG ergaben an der Entnahmestelle bei beiden Gruppen einen größeren Wert als an der Empfängerstelle. Beim Vergleich der beiden OP-Verfahren konnte kein signifikanter Unterscheid festgestellt werden, beim Vergleich der Entnahme- mit Empfängerstelle innerhalb der SG und KG findet sich jedoch ein signifikanter Unterschied in beiden Gruppen (SG p=0.002, KG p<0.001). Diskussion: Die dargestellten Ergebnisse weisen darauf hin, dass die OCT eine effektive Methode zur Behandlung von Knorpeldefekten darstellt. Der mediale dorsale Femurkondylus scheint auch bei größere Defekten als Entnahmeort geeignet zu sein. Es konnte kein signifikanter Unterschied mithilfe der klinischen Scores oder anhand der MRT-Ergebnisse zwischen beiden Operationsmethoden hinsichtlich der Behandlung der Entnahmedefekte festgestellt werden. Möglicherweise lässt sich die Entnahmemorbidität durch die Implantation von TruFit-Zylindern klinisch verringern. Die mit TruFit-Zylindern gefüllten Defekte waren nach 1 Jahr noch nicht vollständig knöchern durchbaut. Ob dies möglicherweise mehr Zeit benötigt, sollte in weiteren Studien mit längerer Laufzeit geprüft werden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Voß, Maike
- Contributors dc:contributor
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- Frosch, Karl-Heinz Prof. Dr.
- Schultz, Wolfgang Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 16Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-926
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2800-7
webdoc-2800
663526965 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-B185-3