Georg-August-Universität Göttingen
MR-tomografisches Langzeit-Follow-up GH-produzierender Hypophysenadenome unter Pegvisomant-Therapie. Eine prospektive Studie.
Abstract
dc:descriptionZusätzlich zu den bisher verfügbaren Therapien bietet Pegvisomant einen neuen Ansatz in der Behandlung der Akromegalie. Die Tumorvolumetrie ist hierbei von besonderer Bedeutung. Das Ausschließen einer therapieinduzierten Volumen¬zunahme der Hypophysenadenome durch den fehlenden IGF-1 Rückkopplungs¬mechanismus ist entscheidend. In den bisher publizierten Studien wurde über eine geringe Patientenzahl mit Volumenzunahme berichtet. Diese Studien wurden jedoch zumeist ohne standardisierte Vermessungsprotokolle und /oder über einen kürzeren Follow-up-Zeitraum durchgeführt. In dieser Arbeit wurden insgesamt 61 Patienten in einer Multi-Center-Studie mittels eines standardisierten MR-Protokolls über einen Zeitraum von 24 Monaten untersucht. Einschlusskriterium war das Versagen anderer Therapien wie transsphenoidale Adenektomie, Bestrahlung, Somatostatin bzw. Dopamin¬analoga. Diese Arbeit zeigt, dass unter der Langzeit-Therapie mit Pegvisomant selten eine Volumenzunahme beobachtet wird. 45 Patienten erhielten die 24 Monatskontrolle (73.8%). Eine Volumenzunahme größer als 25% wurde bei drei von 61 Patienten beobachtet (4.9%) alle im ersten Jahr der Studie. Alle drei Patienten wurden zuvor mit Octreotide behandelt; keiner erhielt eine Radiotherapie. Die ANOVA zeigte keine signifikante Volumenänderung nach 24 Monaten. Die Rezidivrate dieser Studie unterscheidet sich nicht wesentlich von den Ergebnissen bisher veröffentlichter Studien zu Pegvisomant bzw. Somatostatin. Weil in allen Fällen die Volumenzunahme während des ersten Jahres beobachtet wurde, sind eine Änderung durch den Therapiewechsel und ein Rebound nach Octreotide- induzierter Tumorschrumpfung wahrscheinlich. In einem Fall konnte dies im Vergleich mit Voraufnahmen bestätigt werden. Daher ist eine Kontroll-Volumetrie vor allem während der ersten 12 Monate nach Beendigung der Somatostatinanaloga-Therapie sinnvoll.Gegenstand der Arbeit war zudem der Vergleich der Vermessungsergebnisse der in den SE- und GRE-Sequenzen akquirierten Bilder. Es konnte kein signifikanter Unterschied festgestellt werden. Wegen hoher Artefaktanfälligkeit der GRE-Sequenzen erwies sich die SE- Bildgebung als die zuverlässigere Akquisitionstechnik. Die Volumenanalyse kleiner Tumore (unter 0,54 cm³) zeigte einen limitierten Toleranzbereich der SE- Sequenzen durch Partialvolumeneffekte. Hier ist die Korrelation der Tumorvolumetrie mit der klinischen Befundkontrolle von besonderer Bedeutung.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Albrecht, Sabine
- Contributors dc:contributor
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- Knauth, Michael Prof. Dr.
- Rohde, Veit Prof. Dr.
- Weishaupt, Jochen PD Dr.
Subjects
dc:subject × 12Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-922
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2794-9
webdoc-2794
654817146 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-B181-B