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Georg-August-Universität Göttingen

Veränderung von Problemen und Zielen im Therapieverlauf

Abstract

dc:description

Die vorliegende Dissertation wertet Daten einer kontrollierten und randomisierten Studie über die psychotherapeutische Behandlung von 51 Patienten mit Generalisierter Angststörung (GAS) aus. GAS ist als häufig auftretendes, zu Chronifizierung neigendes Störungsbild bisher vergleichsweise wenig untersucht, insbesondere betreffend psychodynamischer Behandlungsverfahren. In dieser Arbeit werden zwei unterschiedliche Therapieverfahren miteinander verglichen: die Patienten wurden entweder verhaltenstherapeutisch (VT) oder psychodynamisch (nach Luborskys supportiv-expressiver Therapie, SET) behandelt. Die Studienteilnehmer wurden dabei randomisiert beiden Therapiegruppen zugewiesen. Die ausgewerteten Daten wurden im Rahmen einer Kurzzeittherapie zu fünf Befragungszeitpunkten mit dem Evaluationsinstrument PATH (Problems and Aims in Therapy) erhoben. Bedeutend sind wiederholt frei formulierte Angaben der Patienten betreffend ihrer drei wichtigsten Probleme und Ziele sowie des Leidensdrucks und der Zielverwirklichung. Der Schwerpunkt ist nicht allein auf das Behandlungsergebnis fokussiert, es wird mit differenzierten Fragestellungen der gesamte Behandlungsprozess aus Sicht der Patienten selbst erfasst. Die Ergebnisse der beiden Therapie-Gruppen werden in überwiegend deskriptiver Weise miteinander verglichen und zeigen, dass sich Probleme und Ziele im Verlauf der Psychotherapie verändern. Beispielsweise sinken Probleme hinsichtlich Angst, körperlichen oder depressiven Beschwerden. Ungelöste Probleme des Alltags und Berufslebens werden im Therapieverlauf häufiger angegeben, wobei zunehmend Handlungs- und Bewältigungsmöglichkeiten erkennbar sind, die Problemwahrnehmung beider Patienten-Gruppen wird präziser. Der zentrale Punkt der Selbsteinschätzung bezüglich des Leidensdruckes unter zu Beginn der Behandlung angegebenen Problemen sowie die Verwirklichung anfangs genannter Ziele werden hinsichtlich signifikanter Veränderungen im Therapieverlauf statistisch geprüft. Der Leidensdruck der Patienten insgesamt sowie unter Angst und körperlichen Beschwerden sinkt im Therapieverlauf signifikant, wobei keine Unterschiede zwischen beiden Therapie-Gruppen festgestellt werden. Zu Therapiebeginn vorhandene Prädiktoren erfolgreicher Behandlungsverläufe sind junges Alter, verhaltenstherapeutische Therapie, ein hoher Leidensdruck, Probleme im Zusammenhang mit Angst sowie vorhandene Bewältigungsmöglichkeiten. VT-Patienten mit anfangs nicht greifbaren oder depressiven Beschwerden haben ungünstigere Therapieverläufe, wohingegen erfolgreiche SET-Patienten anfangs häufiger unter depressiven Beschwerden und Hilflosigkeit den genannten Problemen gegenüber leiden. Selbst im Rahmen von Kurzzeittherapien lassen sich somit differenzierte Behandlungseffekte sowie die Wirksamkeit beider untersuchten Verfahren nachweisen.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Wiegand, Frauke Carola
Contributors dc:contributor
  • Staats, Hermann Prof. Dr.
  • Bandelow, Borwin Prof. Dr.
  • Virsik-Köpp, Patricia Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 22

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-894
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2710-7
webdoc-2710
645082023
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-B155-2

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source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Wiegand, Frauke Carola. Veränderung von Problemen und Zielen im Therapieverlauf. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-B155-2