{"id":{"repo_id":"goettingen","oai_identifier":"oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-B13A-F"},"canonical_url":"https://search.dev.ndltd.org/etd/goettingen/oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-B13A-F","repository":{"repo_id":"goettingen","name":"Georg-August-Universität Göttingen","base_url":"https://ediss.uni-goettingen.de/oai/request"},"display":{"title":"Funktionelle Analyse des murinen 66.3-kDa-Proteins","abstract":"Im Mittelpunkt dieser Arbeit stand das 2005 erstmals beschriebene murine lysosomale Matrixprotein 66.3-kDa-Protein. Die Interaktion des 66.3-kDa-Proteins mit der lysosomalen Aspartylprotease Cathepsin D, welche während der ausführlichen molekularen Charakterisierung vermutet wurde, konnte im Rahmen der vorliegenden Arbeit mit verschiedenen Interaktionsstudien (Ko-Immunpräzipitation, Pepstatin-A-Chromatographie, Vernetzung mit heterobifunktionalen Quervernetzern) bestätigt werden. Das zuvor beschriebene Prozessierungsmuster für das 66.3-kDa-Protein konnte durch die Identifizierung eines weiteren Fragments mittels MALDI-TOF-MS/PMF und Western-Blot-Untersuchungen vervollständigt werden. Die Prozessierung des 66.3-kDa-Proteins stellt sich demnach als zweistufiger autokatalytischer Prozess dar. Die drei entstandenen Fragmente bleiben nicht-kovalent miteinander verknüpft und stellen vermutlich die aktive Form des 66.3-kDa-Proteins dar. Zudem konnte mittels Gelfiltration und Querv! ernetzung gezeigt werden, dass je zwei 66.3-kDa-Proteine als funktionell stabiler Homodimer aus jeweils 2-3 Untereinheiten vorliegen. Durch Kristallisation des 66.3-kDa-Proteins konnten Röntgenbeugungsmuster generiert werden, mit deren Hilfe die dreidimensionale Struktur des Proteins aufgelöst wurde. Der Vergleich der dreidimensionalen Struktur des 66.3-kDa-Proteins mit bereits bekannten Proteinstrukturen konnte auf Grund der charakteristischen Anordnung der Peptidkette in einer αββα-Konformation die Zugehörigkeit des 66.3-kDa-Proteins in die Superfamilie der Ntn-Hydrolasen (Enzymklasse 3.5.1) zeigen und eine hydrolytische Funktion im Lipid-Stoffwechsel bei der Spaltung von linearen, nicht-peptidischen Amidbindungen vorhersagen. Mögliche Substrate für das 66.3-kDa-Protein wären somit u. a. verschiedene N-Acylethanolamide oder Sphingosine, sowie hydrophobe Proteinmodifikationen mit Amidbindungen wie die N-Myristoylierung, Glypiation oder Lysin-Acetylierung.","abstract_html":"Im Mittelpunkt dieser Arbeit stand das 2005 erstmals beschriebene murine lysosomale Matrixprotein 66.3-kDa-Protein. Die Interaktion des 66.3-kDa-Proteins mit der lysosomalen Aspartylprotease Cathepsin D, welche während der ausführlichen molekularen Charakterisierung vermutet wurde, konnte im Rahmen der vorliegenden Arbeit mit verschiedenen Interaktionsstudien (Ko-Immunpräzipitation, Pepstatin-A-Chromatographie, Vernetzung mit heterobifunktionalen Quervernetzern) bestätigt werden. Das zuvor beschriebene Prozessierungsmuster für das 66.3-kDa-Protein konnte durch die Identifizierung eines weiteren Fragments mittels MALDI-TOF-MS/PMF und Western-Blot-Untersuchungen vervollständigt werden. Die Prozessierung des 66.3-kDa-Proteins stellt sich demnach als zweistufiger autokatalytischer Prozess dar. Die drei entstandenen Fragmente bleiben nicht-kovalent miteinander verknüpft und stellen vermutlich die aktive Form des 66.3-kDa-Proteins dar. Zudem konnte mittels Gelfiltration und Querv! ernetzung gezeigt werden, dass je zwei 66.3-kDa-Proteine als funktionell stabiler Homodimer aus jeweils 2-3 Untereinheiten vorliegen. Durch Kristallisation des 66.3-kDa-Proteins konnten Röntgenbeugungsmuster generiert werden, mit deren Hilfe die dreidimensionale Struktur des Proteins aufgelöst wurde. Der Vergleich der dreidimensionalen Struktur des 66.3-kDa-Proteins mit bereits bekannten Proteinstrukturen konnte auf Grund der charakteristischen Anordnung der Peptidkette in einer αββα-Konformation die Zugehörigkeit des 66.3-kDa-Proteins in die Superfamilie der Ntn-Hydrolasen (Enzymklasse 3.5.1) zeigen und eine hydrolytische Funktion im Lipid-Stoffwechsel bei der Spaltung von linearen, nicht-peptidischen Amidbindungen vorhersagen. Mögliche Substrate für das 66.3-kDa-Protein wären somit u. a. verschiedene N-Acylethanolamide oder Sphingosine, sowie hydrophobe Proteinmodifikationen mit Amidbindungen wie die N-Myristoylierung, Glypiation oder Lysin-Acetylierung.","abstract_has_math":false,"creators":["Kettwig, Matthias"],"institution":null,"degree_name":null,"degree_level":null,"degree_discipline":null,"degree_department":null,"school":null,"contributors":["Lübke, Torben Prof. Dr.","Steinfeld, Robert Prof. Dr. Dr."],"advisors":[],"committee_chairs":[],"committee_members":[],"year":2012,"date_issued":"2012-04-16T17:24:01Z","date_published":"2012-04-16T17:24:01Z","updated_at":"2026-07-24T02:24:11Z","subjects":["610 Medizin, Gesundheit","Medicine","Lysosom","lysosomale Proteine","66.3-kDa-Protein","autokatalytische Prozessierung","Protein-Kristallisation","Ntn-Hydrolasen","lysosomal protein","66.3-kDa protein","autocatalytic processing","protein crystallization","Ntn hydrolases","44.77","42.18","35.70","MED 321: Biochemie {Medizin}"],"languages":["ger"],"rights":[],"rights_urls":["https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/"],"identifier_entries":[{"key":"dc:identifier","label":"Identifier","values":["https://dx.doi.org/10.53846/goediss-885","urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2690-0","webdoc-2690","688935443"],"render_values":[{"text":"https://dx.doi.org/10.53846/goediss-885","href":"https://dx.doi.org/10.53846/goediss-885","code":true},{"text":"urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2690-0","href":null,"code":true},{"text":"webdoc-2690","href":null,"code":true},{"text":"688935443","href":null,"code":true}]}]},"links":{"outbound_url":"https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-B13A-F","outbound_label":"Handle","outbound_source":"dc:identifier"},"metadata_groups":[{"id":"people","label":"People","entries":[{"key":"dc:contributor","label":"Contributor","values":["Lübke, Torben Prof. Dr.","Steinfeld, Robert Prof. Dr. Dr."]},{"key":"dc:creator","label":"Author","values":["Kettwig, Matthias"]}]},{"id":"academic_context","label":"Academic Context","entries":[{"key":"dc:date","label":"Dc Date","values":["2012-04-16T17:24:01Z","2013-01-30T23:50:23Z","2010-11-09","2010-11-29"]},{"key":"dc:type","label":"Dc Type","values":["doctoralThesis"]}]},{"id":"subjects_keywords","label":"Subjects and Keywords","entries":[{"key":"dc:subject","label":"Dc Subject","values":["610 Medizin, Gesundheit","Medicine","Lysosom","lysosomale Proteine","66.3-kDa-Protein","autokatalytische Prozessierung","Protein-Kristallisation","Ntn-Hydrolasen","lysosomal protein","66.3-kDa protein","autocatalytic processing","protein crystallization","Ntn hydrolases","44.77","42.18","35.70","MED 321: Biochemie {Medizin}"]}]},{"id":"language_rights","label":"Language and Rights","entries":[{"key":"dc:language","label":"Dc Language","values":["ger"]},{"key":"dc:rights","label":"Dc Rights","values":["https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/"]}]},{"id":"identifiers","label":"Identifiers","entries":[{"key":"dc:identifier","label":"Identifier","values":["https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-B13A-F","https://dx.doi.org/10.53846/goediss-885","urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2690-0","webdoc-2690","688935443"]}]},{"id":"additional","label":"Additional Metadata","entries":[{"key":"dc:description","label":"Description","values":["Im Mittelpunkt dieser Arbeit stand das 2005 erstmals beschriebene murine lysosomale Matrixprotein 66.3-kDa-Protein. 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Zudem konnte mittels Gelfiltration und Querv! ernetzung gezeigt werden, dass je zwei 66.3-kDa-Proteine als funktionell stabiler Homodimer aus jeweils 2-3 Untereinheiten vorliegen. Durch Kristallisation des 66.3-kDa-Proteins konnten Röntgenbeugungsmuster generiert werden, mit deren Hilfe die dreidimensionale Struktur des Proteins aufgelöst wurde. Der Vergleich der dreidimensionalen Struktur des 66.3-kDa-Proteins mit bereits bekannten Proteinstrukturen konnte auf Grund der charakteristischen Anordnung der Peptidkette in einer αββα-Konformation die Zugehörigkeit des 66.3-kDa-Proteins in die Superfamilie der Ntn-Hydrolasen (Enzymklasse 3.5.1) zeigen und eine hydrolytische Funktion im Lipid-Stoffwechsel bei der Spaltung von linearen, nicht-peptidischen Amidbindungen vorhersagen. Mögliche Substrate für das 66.3-kDa-Protein wären somit u. a. verschiedene N-Acylethanolamide oder Sphingosine, sowie hydrophobe Proteinmodifikationen mit Amidbindungen wie die N-Myristoylierung, Glypiation oder Lysin-Acetylierung.","The focus of this study was the murine lysosomal matrix protein 66.3-kDa protein, first described in 2005. The suggested interaction of the 66.3-kDa protein with the lysosomal aspartyl protease cathepsin D was confirmed by various interaction studies (co-immunoprecipitation, pepstatin A chromatography, cross-linking with heterobifunctional cross-linkers). The former described processing pattern for the 66.3-kDa protein could be completed by identification of a further fragment using MALDI-TOF-MS/PMF and western-blotting. Maturation of the 66.3-kDa protein therefore performs as a two-step autocatalytic process. The three resulting fragments remain non-covalently linked and presumably present the active form of the 66.3-kDa protein. Additionally, gel filtration and cross-linking revealed that two 66.3-kDa proteins present as a functionally stable homodimer, each consisting of 2-3 subunits. Through crystallization of the 66.3-kDa protein, X-ray diffraction patterns could be gen! erated, assists to reveal the three-dimensional structure of the protein. Due to the characteristic arrangement of the peptide chain in a αββα conformation and comparison of the 66.3-kDa protein s three-dimensional structure with already known protein structures allowed its classification to the enzyme superfamily of Ntn hydrolases (Enzyme Class 3.5.1) and thus predict a hydrolytic function in lipid metabolism in the dissociation of linear, non-peptide amide bonds. Possible substrates for the 66.3-kDa protein would therefore include various N-acylethanolamide or sphingosine, and hydrophobic protein modifications with amide bonds such as the N-myristoylation, glypiation or lysine acetylation."]},{"key":"dc:format","label":"Dc Format","values":["application/pdf"]},{"key":"dc:title","label":"Title","values":["Funktionelle Analyse des murinen 66.3-kDa-Proteins","Functional analysis of the murine 66.3-kDa protein"]}]}],"canonical_facts":{"dc:contributor":["Lübke, Torben Prof. Dr.","Steinfeld, Robert Prof. Dr. Dr."],"dc:creator":["Kettwig, Matthias"],"dc:date":["2012-04-16T17:24:01Z","2013-01-30T23:50:23Z","2010-11-09","2010-11-29"],"dc:description":["Im Mittelpunkt dieser Arbeit stand das 2005 erstmals beschriebene murine lysosomale Matrixprotein 66.3-kDa-Protein. Die Interaktion des 66.3-kDa-Proteins mit der lysosomalen Aspartylprotease Cathepsin D, welche während der ausführlichen molekularen Charakterisierung vermutet wurde, konnte im Rahmen der vorliegenden Arbeit mit verschiedenen Interaktionsstudien (Ko-Immunpräzipitation, Pepstatin-A-Chromatographie, Vernetzung mit heterobifunktionalen Quervernetzern) bestätigt werden. Das zuvor beschriebene Prozessierungsmuster für das 66.3-kDa-Protein konnte durch die Identifizierung eines weiteren Fragments mittels MALDI-TOF-MS/PMF und Western-Blot-Untersuchungen vervollständigt werden. Die Prozessierung des 66.3-kDa-Proteins stellt sich demnach als zweistufiger autokatalytischer Prozess dar. Die drei entstandenen Fragmente bleiben nicht-kovalent miteinander verknüpft und stellen vermutlich die aktive Form des 66.3-kDa-Proteins dar. Zudem konnte mittels Gelfiltration und Querv! ernetzung gezeigt werden, dass je zwei 66.3-kDa-Proteine als funktionell stabiler Homodimer aus jeweils 2-3 Untereinheiten vorliegen. Durch Kristallisation des 66.3-kDa-Proteins konnten Röntgenbeugungsmuster generiert werden, mit deren Hilfe die dreidimensionale Struktur des Proteins aufgelöst wurde. Der Vergleich der dreidimensionalen Struktur des 66.3-kDa-Proteins mit bereits bekannten Proteinstrukturen konnte auf Grund der charakteristischen Anordnung der Peptidkette in einer αββα-Konformation die Zugehörigkeit des 66.3-kDa-Proteins in die Superfamilie der Ntn-Hydrolasen (Enzymklasse 3.5.1) zeigen und eine hydrolytische Funktion im Lipid-Stoffwechsel bei der Spaltung von linearen, nicht-peptidischen Amidbindungen vorhersagen. Mögliche Substrate für das 66.3-kDa-Protein wären somit u. a. verschiedene N-Acylethanolamide oder Sphingosine, sowie hydrophobe Proteinmodifikationen mit Amidbindungen wie die N-Myristoylierung, Glypiation oder Lysin-Acetylierung.","The focus of this study was the murine lysosomal matrix protein 66.3-kDa protein, first described in 2005. The suggested interaction of the 66.3-kDa protein with the lysosomal aspartyl protease cathepsin D was confirmed by various interaction studies (co-immunoprecipitation, pepstatin A chromatography, cross-linking with heterobifunctional cross-linkers). The former described processing pattern for the 66.3-kDa protein could be completed by identification of a further fragment using MALDI-TOF-MS/PMF and western-blotting. Maturation of the 66.3-kDa protein therefore performs as a two-step autocatalytic process. The three resulting fragments remain non-covalently linked and presumably present the active form of the 66.3-kDa protein. Additionally, gel filtration and cross-linking revealed that two 66.3-kDa proteins present as a functionally stable homodimer, each consisting of 2-3 subunits. Through crystallization of the 66.3-kDa protein, X-ray diffraction patterns could be gen! erated, assists to reveal the three-dimensional structure of the protein. Due to the characteristic arrangement of the peptide chain in a αββα conformation and comparison of the 66.3-kDa protein s three-dimensional structure with already known protein structures allowed its classification to the enzyme superfamily of Ntn hydrolases (Enzyme Class 3.5.1) and thus predict a hydrolytic function in lipid metabolism in the dissociation of linear, non-peptide amide bonds. 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