Back to results

Georg-August-Universität Göttingen

Studie zur klinischen Wertigkeit des CAD-Systems in der digitalen Vollfeldmammographie in Abhängigkeit von der Erfahrung des Befunders

Abstract

dc:description

Das Ziel dieser Arbeit war es, zu evaluieren, welchen Einfluss die Anwendung des computerassistierten Diagnosesystems, der Ausbildungsstand der Befunder und das jeweilige Patientenkollektiv auf die Befundungszeit, Trefferquote und Anzahl der falsch-positiven sowie falsch-negativen Markierungen von Mammographieaufnahmen haben. Das Patientenkollektiv bestand drei Evaluationsgruppen: 1) Früherkennungsgruppe: 103, 2) Benignengruppe: 102, 3) Malignengruppe: 98. Ein Assistenzarzt mit fortgeschrittenem Ausbildungsstand, ein Student und ein Facharzt mit Spezialkenntnissen in der Mammographie haben die einzelnen Mammographieaufnahmen in zufälliger Reihenfolge und ohne die Kenntnisse der jeweiligen Patientengruppe oder Vorbefunde, mit und ohne CAD Unterstützung ausgewertet. Die Aufnahmen wurden nach dem gängigen Standard der Breast Imaging Reporting and Data System (BI-RADS) des American College of Radiology (ACR) I bis V klassifiziert. Um die Sensitivität und Spezifität der drei Befunder mit und ohne CAD-System zu bewerten, wurde unter Berücksichtigung der Befundungszeiten, Untersuchererfahrung und der Tumormanifestation für jeden einzelnen Befunder eine ROC Analyse mit der entsprechenden Fläche unter der Kurve AUC (AUC = area under the curve) erstellt. Anchließend wurde die entsprechenden Accuracies statistisch ermittelt und verglichen. Alle drei Befunder hatten in beiden Gruppen einen Anstieg der AUC, wenn sie das CAD-System einsetzen. Den höchsten Nutzen unter dem Einsatz des CAD-Systems hat der Student (10% Zunahme), gefolgt vom Assistenzarzt (4%) und schließlich vom Facharzt (3%). Der Einsatz der CAD-Technik korreliert mit der jeweiligen Befundererfahrung. Die Interaktion Methode*Befunder zeigt keinen signifikanten Unterrschied. Im Vergleich dazu liefert der p-Wert bei der Malignen- und bei der Benignengruppe signifikante Wechselwirkung zwischen den Erfahrungswerten der drei Befunder sowie dem Einsatz der CAD-Technik. Die Erfahrung des Befunders spielt die größte Rolle in der Befundung von Mammographie-Aufnahmen. Allerdings zeigt die Studie, dass unabhängig von der Erfahrung des Befunders ein Benefit in der Klassifikation der Mammographien anhand BI-RADS durch den Einsatz des CAD-Systems festzustellen ist. Derzeit kann das CAD-System die Doppelbefundung (double-reading) durch einen 2. Radiologen nicht ersetzen.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Angic, Besim Cetin
Contributors dc:contributor
  • Obenauer, Silvia Prof. Dr.
  • Hilgers, Reinhard Prof. Dr.
  • Virsik-Köpp, Patricia Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 19

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-861
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2651-0
webdoc-2651
641294492
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AFED-E

Chain of custody

source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Angic, Besim Cetin. Studie zur klinischen Wertigkeit des CAD-Systems in der digitalen Vollfeldmammographie in Abhängigkeit von der Erfahrung des Befunders. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-AFED-E