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Georg-August-Universität Göttingen

Verstärkung des antinozizeptiven Effekts der kathodalen transkraniellen Gleichstromstimulation durch den Dopaminagonisten Pergolid

Abstract

dc:description

Schmerzbehandlung spielt im klinischen Alltag in fast allen Disziplinen der medizinischen Versorgung eine große Rolle und ist häufig mit großen Schwierigkeiten wie Medikamentenunverträglichkeiten, Neben- und Wechselwirkungen und Wirkverlusten im Verlauf einer Therapie verbunden. Deshalb stellt sich immer die Frage nach neuen, gut verträglichen und durchführbaren Möglichkeiten der Schmerztherapie. Das Thema meiner Arbeit ist die Beeinflussung der akuten Schmerzwahrnehmung durch kathodale transkranielle Gleichstromstimulation und die Verlängerung der Wirkdauer dieser Methode durch den Dopaminagonisten Pergolid. Die Gleichstromstimulation (= transcranial direct current stimulation, tDCS) ist eine Methode zur non-invasiven Stromstimulation des Gehirns und hat sich in letzter Zeit in vielen Untersuchungen als vielversprechende Methode zur Behandlung von Schmerzen unter Beweis gestellt. In ersten Experimenten wird sie bereits an Patienten mit zum Bespiel chronischen Rückenschmerzen angewandt (Fregni et al. 2006 a). Schwacher Gleichstrom, das heißt, elektrischer Stromfluss in eine konstante Richtung (Priori 2003), kann die Exzitabilität des Kortex verändern, wobei anodale Stimulation die Exzitabilität erhöht und kathodale diese erniedrigt (Nitsche und Paulus 2000, 2001). In einem vorausgegangenen Experiment zeigte sich, dass kathodale Stromstimulation die Schmerzwahrnehmung herabsetzen kann (Csifcsak et al. 2009). Wir bewerteten die Wirkung der kathodalen tDCS einerseits anhand von subjektiven Schmerzskalen, andererseits benutzten wir als objektiven Faktor Laser-evozierte Potenziale. Unser Experiment zeigt, dass eine fünfzehnminütige kathodale Stromstimulation über dem primären Motorkortex die subjektive Schmerzwahrnehmung und die N2- Komponente der Laser-evozierten Potenziale signifikant senken kann. Durch die Einnahme des Dopaminagonisten Pergolid wird die Dauer dieser Wirkung signifikant verlängert. Die Verminderung der subjektiven Schmerzwahrnehmung bleibt bis zu vierzig Minuten erhalten, und die N2- Komponente kann für bis zu vierundzwanzig Stunden gesenkt werden. Bevor die tDCS sich als reguläre therapeutische Methode etablieren lässt, muss allerdings noch viel geforscht werden. Mit unserem Experiment möchten wir überprüfen, ob die Methode sich durch die Anwendung von Pergolid verbessern lässt. Wir gehen davon aus, dass die Einnahme des Dopaminagonisten eine Verlängerung der Nachwirkungen der tDCS bewirken kann. Dadurch könnte die Methode für eine eventuelle klinische Anwendung verbessert werden.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Bergmann, Inga
Contributors dc:contributor
  • Antal, Andrea PD Dr.
  • Schmitt, Andrea Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 10

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-850
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2629-1
webdoc-2629
637240820
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AFE2-4

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source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Bergmann, Inga. Verstärkung des antinozizeptiven Effekts der kathodalen transkraniellen Gleichstromstimulation durch den Dopaminagonisten Pergolid. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-AFE2-4