Abstract
dc:descriptionWir untersuchten spontan atmende, nicht intubierte oder beatmete Patienten einer Intensivstation der Universität Göttingen mittels PSG und Soundlevelmeter. Es wurden 7 weibliche und 18 männliche Patienten einer Intensivstation, im Durchschnitt 52 ±15,90 Jahre alt, untersucht und die Ergebnisse ausgewertet und analysiert. Wir mussten feststellen, dass die Untersuchten bei einer mittleren Schlafdauer (SPT) von 6,66 Stunden 2,91 Stunden wach waren und nur 3,76 Stunden schliefen (TST), was einem Schlafeffizienzindex von nur 49 % entspricht. Die Einschlaflatenz lag bei 35,4 Minuten. Die Schlafstadien Wach und S1 waren drastisch auf Kosten des Delta- und REM-Schlafs erh¨oht. Im Mittel lag der Delta- und der REM-Schlaf bei 6,02% respektive 1,96%. Keine der Messungen ergab ein normales Hypnogramm mit normalem REM-Schlafanteil. Der mittlere Schallpegel mit 42,94 dB, als auch das Schallmaximum mit 85,45 DB, sowie das -minimum mit 30,39 dB waren gegenüber einer dem Schlaf ad¨aquaten Lautst¨arke deutlich erhöht. Der hohe Schallpegel bewirkte ein vermehrtes Auftreten von akustischen Arousals. 42,2% aller Arousals waren akustischen Ursprungs. Das mit 28,3% häufigste Arousal wurde durch undefinierten Lärm hervorgerufen. Die weiteren akustischen Arousals waren in absteigender Reihenfolge verursacht durch Monitoralarm, das Personal, den Nachbarpatienten, Perfusoralarme, Telefonklingeln und letztlich durch Alarme der Beatmungsmaschinen eines Nachbarpatienten. Wir konnten Ruhezeiten von Aktivitätszeiten, die durch eine besonders hohe Dichte pflegerischer Maßnahmen gekennzeichnet sind, abgrenzen. Während der bestehenden Ruhezeiten zwischen 0:00 Uhr und 4:00 Uhr stellten wir fest, dass die Schlafzeit und die Schlafeffizienz im Vergleich zu den Aktivit¨atsphasen (von 22:00 bis 0:00 Uhr, sowie von 4:00 bis 6:00 Uhr) deutlich erh¨oht waren, der Schallmittelwert und die ICU-Arousals hingegen auffallend vermindert waren.Um eine Verbesserung der Schlafhygiene und eine Verminderung der Lärmbelastung auf der Intensivstation zu erreichen, fordern wir deshalb:Diese Verbesserungen würden die für die schwerst kranken Patienten n¨otige Ruhe und Erholung gewährleisten, Privat- und Intimsphäre bieten und könnten die Heilung der Patienten beschleunigen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Engels, Thomas Moritz
- Contributors dc:contributor
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- Burchardi, Hilmar Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 8Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-788
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2432-3
webdoc-2432
667864784 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AF8A-C