Georg-August-Universität Göttingen
Die Bedeutung von Risikofaktoren für das Auftreten von Komplikationen nach Nierenbiopsie
Abstract
dc:descriptionBlutungskomplikationen sind das Hauptproblem bei perkutanen Nierenbiopsien. Das Risiko für Blutungen nach Nierenbiopsie ist nach wie vor sehr schwierig zu prognostizieren. Viele Parameter wurden diesbezüglich in diversen Studien untersucht, bislang ohne Erfolg. In dieser Studie wurden retrospektiv die Daten von 100 Patienten erhoben, bei denen in den Jahren 2004 bis 2007 an der Universitätsmedizin Göttingen eine perkutane Nierenbiopsie durchgeführt wurde. Ziel der Untersuchung war, die Auswirkung des platelet function analyzers PFA-100TM auf das Blutungsrisiko nach Biopsie zu erheben. Zudem wurde der Einfluss des Alters, des Geschlechts, der Nadelgröße, des Beobachtungszeitraumes, des Hämoglobinwertes, der Blutgerinnung, von Begleiterkrankungen, der nephrologischen Diagnose und der Nierenfunktion, gemessen anhand des Kreatininwertes, der Kreatininclearance und der MDRD Formel, auf das Blutungsrisiko eruiert. Als Blutungskomplikation wurden Makrohämaturie, perirenale Blutung und ein Hb Abfall > 1g/dl gewertet. Für den PFA-100TM-Wert konnte keine Auswirkung auf das Blutungsrisiko nachgewiesen werden. PFA-100TM zeigte für keine der erhobenen Blutungskomplikationen Signifikanz. Eine verlängerte Verschlusszeit des PFA-100TM-Wertes korrelierte demnach nicht mit dem Blutungsrisiko. Einen signifikanten Einfluss auf Blutungskomplikationen zeigte in der Untersuchung lediglich der Kreatininwert in Bezug auf die allgemeine Komplikationsrate und alle drei Komplikationsarten, Makrohämaturie, perirenale Blutung und Hb Abfall > 1g/dl. Es konnte zudem eine Signifikanz für die MDRD-Formel in Bezug auf die allgemeine Komplikationsrate und bedingt auch auf die Makrohämaturie nachgewiesen werden. Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion und einem erhöhten Kreatininspiegel sollten deshalb nach perkutaner Nierenbiopsie über 24 Stunden engmaschig kontrolliert und besonders intensiv überwacht werden. Auch sollten diese Patienten auf das erhöhte Blutungsrisiko hingewiesen werden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Wachendorfer, Sylvia Maria
- Contributors dc:contributor
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- Strutz, Frank Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 13Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-766
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2304-3
webdoc-2304
640381723 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AF76-5