Georg-August-Universität Göttingen
Erfassung von kognitiver, sensorischer und motorischer Lebensqualität bei Schädel-Hirn-Trauma-Patienten und Gesunden
Abstract
dc:descriptionZiel der vorliegenden Arbeit war die Entwicklung und Validierung eines kurzen Lebensqualitätsinstrumentes zur Erfassung der subjektiven Zufriedenheit mit kognitiven, sensorischen und motorischen Funktionen. Diese basiert auf der französischen Version des COQOL, welcher ursprünglich für ältere Personen mit und ohne kognitive Einschränkungen entwickelt wurde.Der ursprüngliche Itempool von 68 Fragen wurde 252 Patienten (29% Frauen) mit verschieden schwerem SHT und einer Kontrollgruppe (KG) mit 198 (56% Frauen) gesunden Personen ohne SHT ausgehändigt (Altersbereich beider Stichproben: 17-68 Jahre). Das Ausfüllen des Bogens erforderte maximal 15 Minuten. Die Retest-Reliabilität wurde nach 2 Wochen überprüft (SHT N = 110; KG N = 77). Zusätzlich wurden soziodemografische und klinische Daten sowie verschiedene allgemeine LQ-Instrumente, wie der Short-Form Health Survey, die Satisfaction with Life Scale, eine deutsche Adaptierung der Patient Competency Rating Scale und eine Visuelle Analogskala zur allgemeinen LQ erhoben. Weiterhin wurden Daten mit dem Telephone Interview for Cognitive Status und der Quality of Life scale after Brain Injury (QOLIBRI, v. Steinbüchel et al. 2005) ermittelt. Danach erfolgten explorative Faktorenanalysen mit den getrennten Daten der SHT- und der Kontrollgruppe. Dadurch wurde eine Gruppe von 37 Items mit den folgenden 7 Skalen (Vitalität/Körperkraft, Wahrnehmung, Feinmotorik & Tastsinn, Gedächtnis, Exekutive Funktionen, Aufmerksamkeit, Gnosien) ausgewählt. Die psychometrischen Eigenschaften wurden sowohl auf Reliabilität als auch auf Validität hin überprüft.Alle 7 Skalen zeigten zufriedenstellende Reliabilitäten (Cronbach s α ≥ .72) und Retest-Reliabilitäten (r ≥ .68). Die Kurzversion des COQOL ist in der Lage sowohl die beiden untersuchten Gruppen als auch nach klinischen Outcome (Glasgow Outcome Scale-Extended) definierte Patientengruppen unterschiedlich abzubilden. Die konvergente Validität der COQOL-Skalen wurde anhand von inhaltlich entsprechenden Item s des TICS, PCRS-D, QOLIBRI und SF-36 nachgewiesen. Zusammenhänge mit allgemeinen LQ-Instrumenten, wie SWLS und Visueller Analogskala der allgemeinen LQ, konnten die Validität der COQOL-Skalen weiter belegen.Innerhalb der beiden untersuchten Kollektive zeigte der COQOL sehr vorteilhafte psychometrische Eigenschaften. Dieser neue Fragebogen erwies sich als ein vielversprechendes LQ-Instrument zur Erfassung der subjektiven Zufriedenheit mit kognitiven, sensorischen und motorischen Funktionen bzw. Fähigkeiten. Zukünftige Untersuchungen sollten nun deren Bedeutung bei weiteren neurologischen Krankheitsbildern überprüfen.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Wüstenhagen, Stephan
- Contributors dc:contributor
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- Steinbüchel, Nicole von Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 13Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-753
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2196-7
webdoc-2196
628564716 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AF69-3