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Georg-August-Universität Göttingen

Fluoridabgabe von verschiedenen Füllungsmaterialien in den an die Restauration angrenzenden Zahnschmelz

Abstract

dc:description

Ziel der Studie war es, die Fluoridaufnahme in den Zahnschmelz nach der Applikation verschiedener Füllungsmaterialien über einen Zeitraum von 72 h zu vergleichen.Material und Methoden: Es wurden 90 mittlere, bovine Schneidezähne entlang der Kronenachse in zwei gleich große Hälften zerteilt. An je einer Hälfte wurde der Basisfluoridgehalt des Schmelzes bestimmt. Die übrigen Hälften wurden zu gleichen Teilen auf drei Gruppen verteilt. Nach dem Anlegen einer halbkreisförmigen Kavität (Radius 2,5 mm, Tiefe 2 mm) in den Zahnhälften wurden die Zähne in der Gruppe 1 mit Glasionomerzement Ketac Fil Plus Aplicap (3M ESPE AG Dental Products, Seefeld), in der Gruppe 2 mit Komposit Spectrum® (Dentsply De Trey GmbH, Konstanz) und in der Gruppe 3 mit Kompomer Dyract® eXtra (Dentsply De Trey GmbH, Konstanz) gefüllt. Vierundzwanzig Stunden nach der Applikation des Füllungsmaterials wurde der Fluoridgehalt am Füllungsrand bestimmt. Dazu wurde Salzsäure (pH 2) auf den Schmelz am Füllungsrand aufgetragen, nach 15 s Einwirkzeit wieder abgesaugt und mit Natronlauge (pH 12) neutralisiert. Die Aufbereitung der Lösung für die Fluoridgehaltbestimmung erfolgte durch Zugabe von TISAB III. Zwischen den Messungen wurden die Zahnhälften im Brutschrank bei 37°C und 100% Luftfeuchte aufbewahrt. Die Messung wurde 48 h und 72 h nach der Applikation des Füllmaterials wiederholt.Ergebnisse: Der Schmelz im Füllungsrandbereich der Zahnhälften, die mit den fluoridhaltigen Füllungsmaterialien Glasionomerzement und Kompomer gefüllt wurden, reicherte über den Messzeitraum durchschnittlich zunehmend mehr Fluorid an. Glasionomerzement führte zur höchsten Fluoridanreicherung gefolgt von Kompomer und Komposit. Bei den mit fluoridfreiem Komposit gefüllten Zahnhälften ließ sich keine Fluoridaufnahme in den Schmelz nachweisen. Die Messwerte für Komposit lagen, wie auch die Basisfluoridgehalte der Zahnhälften, unterhalb der Messgrenze von 0,6386 ng Fluorid pro mm².Schlussfolgerung: Die Verwendung fluoridhaltiger Füllungsmaterialien führt zu einer mit der Zeit steigenden Fluoridanreicherung im angrenzenden Schmelz. Die durchschnittliche Fluoridaufnahme in den Schmelz ist bei Glasionomerzementfüllungen über den Messzeitraum signifikant höher als bei Kompomer- und Kompositfüllungen.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Schliemann, Tim
Contributors dc:contributor
  • Attin, Thomas Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 14

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-752
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2194-6
webdoc-2194
663535689
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AF68-5

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source
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Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Schliemann, Tim. Fluoridabgabe von verschiedenen Füllungsmaterialien in den an die Restauration angrenzenden Zahnschmelz. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-AF68-5