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Georg-August-Universität Göttingen

Stellenwert des Biomarkers NT-proBNP, alleine und in Kombination mit Echokardiographie, in der Risikostratifizierung von Patienten mit Lungenembolie

Abstract

dc:description

Ziel der Arbeit war es, eine klinisch anwendbare Möglichkeit zu entwickeln, das individuelle Risiko von Lungenemboliepatienten möglichst früh im Krankenhausverlauf zu erfassen. Brain natriuretic peptide (BNP) und N-terminal pro-brain natriuretic peptide sind in letzter Zeit zu viel versprechenden Parametern in der Risikostratifizierung bei Lungen-emboliepatienten geworden. Da sie aber einen niedrigen positiv prädiktiven Wert (PPW) aufweisen ist ihr prognostischer Wert alleine fraglich. In die Arbeit wurden 124 Lungenemboliepatienten eingeschlossen. Alle Patienten wurden bei Aufnahme einer Echokardiographie unterzogen, um festzustellen ob eine Rechtsherzbelastung vorlag. Des Weiteren wurden Blutproben zur Bestimmung von NT-proBNP- und Troponin-Werten entnommen. Der primäre Endpunkt waren Tod oder ein komplizierter Krankheitsverlauf. Anhand einer ROC-Analyse wurde für NT-proBNP ein Grenzwert von 1000 pg/ml ermittelt. Dieser wies einen hohen negativ prädiktiven Wert (NPW) (95% beim komplizierten Verlauf und 100% bei Tod) auf, aber auch in unserem Fall zeigte sich ein niedriger PPW (25% komplizierter Verlauf und 10% Tod). Die Kombination mit der Echokardiographie ermöglichte es, das Kollektiv in 3 Risikogruppen zu teilen. Eine in der Echokardiographie sichtbare Rechtsherzbelastung erhöhte das Komplikationsrisiko um das 12-fache, verglichen mit der Gruppe ohne NT-proBNP-Erhöhung (p=0,002). Eine NT-proBNP-Erhöhung ohne nachgewiesene Rechtsherzbelastung hingegen ließ das Risiko nur leicht ansteigen (p=0,17). Eine Risikogruppeneinteilung mit ähnlichen Komplikationsraten war mit einer Kombination von Troponinen und der Echokardiographie möglich, allerdings mussten hier 4 Risikogruppen gebildet werden. Angelehnt an diese Ergebnisse erarbeiteten wir einen Algorithmus zur Risikostratifizierung, welcher an seinen Anfang die Bestimmung von NT-proBNP stellt. Zeigt sich keine Erhöhung der Werte kann eine Weitere aufwändige Diagnostik unterbleiben. Bei erhöhten Werten sollte eine Echokardiographie folgen und dann ggf. weitere therapeutische Schritte eingeleitet werden. Zusätzlich zeigte sich, dass ein ähnliches Vorgehen auch mit Hilfe von Troponinen möglich ist.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Focke, Beate
Contributors dc:contributor
  • Konstantinides, Stavros Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 11

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-747
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2136-0
webdoc-2136
627336523
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AF63-F

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source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Focke, Beate. Stellenwert des Biomarkers NT-proBNP, alleine und in Kombination mit Echokardiographie, in der Risikostratifizierung von Patienten mit Lungenembolie. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-AF63-F