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Georg-August-Universität Göttingen

Bewertung der akademischen Allgemeinmedizin

Abstract

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Hintergrund: Reformen im Medizinstudium und Gesundheitswesen fordern eine Aufwertung der Allgemeinmedizin. Trotz langjähriger Diskussionen ist das Fach an den meisten Universitäten noch immer unzureichend etabliert. Fragestellung: Wie bewerten innerfakultäre Entscheidungsträger an den deutschen medizinischen Hochschulen die akademische Allgemeinmedizin? Methode: Standardisierte schriftliche Befragung aller Dekane und Abteilungsdirektoren für Innere Medizin, Chirurgie, Pädiatrie, Gynäkologie und Psychiatrie/Psychosomatik an den 37 deutschen medizinischen Fakultäten. Ergebnisse: 79% (474/596) der angeschriebenen Hochschullehrer nahmen an der Befragung teil. Die überwiegende Mehrheit (87%) bescheinigte der Allgemeinmedizin eine wichtige Aufgabe im deutschen Gesundheitswesen. Zwei Drittel der Befragten hielten Spezialisten für weniger geeignet als Allgemeinärzte, die primärärztliche Versorgung sicherzustellen und 50% hielten den Allgemeinarzt für besonders geeignet, Patienten mit chronischen und fortschreitenden Erkrankungen zu betreuen. Während fast die Hälfte der Teilnehmer (223/464) die Bedeutung allgemeinmedizinischer Forschung als anderen Fächern gleichwertig einschätzte, waren es für die Qualität allgemeinmedizinischer Forschung nur 14%. Auch die Qualität allgemeinmedizinischer Lehre bewertete lediglich jeder Dritte (138/468) als anderen Fächern vergleichbar. Zwei Drittel der Befragten (314/468) befürworteten eine Stärkung der Allgemeinmedizin im Studium. In der multivariaten Analyse waren an einer Stärkung der Allgemeinmedizin besonders Professoren interessiert, die eine positive Einstellung zur Primärmedizin hatten (Odds ratio [OR] 2,6; 95%-Konfidenzintervall [KI] 1,6-4,3) und die wissenschaftliche Allgemeinmedizin vergleichsweise positiv bewerteten (OR 5,5; 95%-KI 2,9-10,4). Im Vergleich zu ihren Kollegen aus Psychiatrie/ Psychosomatik waren die Professoren aus der Inneren Medizin seltener an einer Stärkung interessiert (OR 0,48; 95%-KI 0,3-0,8). Schlussfolgerungen: Obwohl bei Dekanen und Abteilungsdirektoren eine positive Grundstimmung dominierte, muss die akademische Allgemeinmedizin auch in Zukunft durch die Qualität ihrer Beiträge zu Forschung und Lehre zu ihrer Akzeptanz an den Universitäten beitragen.

Author and committee

dc:creator, dc:contributor.*
Author dc:creator
  • Josupeit, Tanja
Contributors dc:contributor
  • Himmel, Wolfgang Prof. Dr.

Subjects

dc:subject × 18

Rights

dc:rights
Language dc:language
ger

Identifiers

dc:identifier.*
Identifier
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-679
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-1178-8
webdoc-1178
361371373
OAI identifier oai:identifier
oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AF20-5

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source
Harvested from
Georg-August-Universität Göttingen
Base URL
ediss.uni-goettingen.de/oai/request
Last updated
2026-07-24
Source record
OAI-PMH GetRecord
citation

Josupeit, Tanja. Bewertung der akademischen Allgemeinmedizin. 2012. https://hdl.handle.net/11858/00-1735-0000-0006-AF20-5