Georg-August-Universität Göttingen
Neuropsychologische Testleistungen, psychopathologische Symptomatik und Hippocampusvolumen bei psychisch traumatisierten Patientinnen
Abstract
dc:descriptionSchwere frühkindliche Traumatisierungen stehen häufig in Zusammenhang mit einer Vielzahl psychopathologischer Symptome und Störungen. Gleichzeitig bestehen bei Traumapatienten oftmals neuropsychologische Auffälligkeiten in den kognitiven Bereichen Intelligenz, Gedächtnis und Aufmerksamkeit. In den letzten Jahren konnten kernspintomographische Untersuchungen zusätzlich ein verringertes Hippocampusvolumen bei Traumapatienten nachweisen. Der Zusammenhang zwischen und die Spezifität von psychopathologischen Symptomen, neuropsychologischen Testleistungen und Hippocampusvolumenreduktion ist zur Zeit jedoch noch nicht eindeutig geklärt. In der vorliegenden Arbeit wurden 33 Patientinnen mit Traumatisierungen durch sexuelle und/oder körperliche Gewalt mit einer psychiatrischen Kontrollgruppe, bestehend aus 22 depressiven Patientinnen und 27 gesunden Kontrollprobandinnen mittels einer umfangreichen psychopathologischen und neuropsychologischen Testbatterie verglichen. Zusätzlich wurde von jeder Person ein kernspintomographischer Volumendatensatz erstellt, der die Volumenmessung des Hippocampus und anderer Hirnregionen ermöglichte. Korrelationsanalysen sollten Aufschluß geben über die Zusammenhänge zwischen psychopathologischen Symptomen, traumaspezifischen Variablen, neuropsychologischen Testleistungen und Hippocampusvolumenminderung innerhalb der Traumagruppe. Es zeigte sich, daß Patientinnen mit schweren interpersonellen Traumata eine deutlich höhere Anzahl psychopathologischer Symptome aufwiesen als eine Gruppe depressiver Patientinnen. Die Stärke einzelner Symptome war zwischen den Gruppen jedoch vergleichbar. Beide Patientinnengruppen zeigten außerdem im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen eine spezifische beidseitige Hippocampusvolumenminderung. Allerdings ergaben sich nur bei der traumatisierten Patientinnengruppe kognitive Defizite in den Bereichen Intelligenz und visuelles Gedächtnis. Weiterhin standen bei den Traumapatientinnen kleinere Hippocampusvolumina in Zusammenhang mit schlechteren Leistungen in handlu ngsorientierten Intelligenzaufgaben und visuellen Gedächtnistests. Im Bereich der Psychopathologie waren kleinere Hippocampusvolumina verbunden mit hohen Werten auf den Skalen Intrusion und Hyperarousal.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Lange, Claudia
- Contributors dc:contributor
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- Irle, Eva Prof. Dr.
- Hasselhorn, Marcus Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 15- 150 Psychologie
- Psychologie
- Hippocampus
- Trauma
- neuropsychologische Testleistungen
- psychopathologische Symptome
- sexueller Mißbrauch
- neuropsychological tests
- psychopathological symptoms
- sexual abuse
- 44.91 Psychiatrie
- Psychopathologie
- FH 000: Klinische Psychologie
- FHC 400: Psychosoziale Versorgung, Gemeindepsychiatrie und -psychologie {Klinische Psychologie: Vorbeugung}
- FI 000: Psychologie: Sonstiges
Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
-
https://dx.doi.org/10.53846/goediss-574
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-485-9
webdoc-485
374752087 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AE74-D