Georg-August-Universität Göttingen
Neuropsychologische Testleistungen bei Patienten mit Koronarer Herzkrankheit und ihr Zusammenhang mit morphologischen Auffälligkeiten im cranialen Kernspintomogramm
Abstract
dc:descriptionKernspintomographische Untersuchungen zeigten bei Patienten mit Koronarer Herzkrankheit vermehrt lakunäre Läsionen und höhergradige Veränderungen der White Matter. Die negativen Auswirkungen der Koronaren Herzkrankheit auf die kognitive Leistungsfähigkeit der Patienten wurden in neuropsychologischen Studien ebenfalls nachgewiesen, so daß Patienten mit Koronarer Herzkrankheit als Risikogruppe für die Entwicklung einer vaskulären Demenz betrachtet werden. In jüngster Zeit zeigten neuropathologische Studien bei Patienten mit Koronarer Herzkrankheit auch Veränderungen wie senile Plaques und neurofibrilläre tangles im Temporallappen insbesondere im Hippocampus, die bisher als typisch für Patienten mit Alzheimer-Demenz galten. Die vorliegende Arbeit sollte bei Patienten mit Koronarer Herzkrankheit kernspintomographisch die Häufigkeit mikroangiopathischer Läsionen und die Volumina temporaler Strukturen erheben sowie den Zusammenhang dieser kernspintomographischen Befunde mit neuropsychologischen Testleistungen überprüfen. Siebenunddreissig Patienten wurden mit 24 gesunden Kontrollprobanden bezüglich kernspintomographisch identifizierbarer Auffälligkeiten wie Anzahl lakunärer Läsionen, Schwere der Veränderungen in der White Matter und Volumina temporaler Hirnstrukturen sowie neuropsychologischer Testleistungen verglichen. Es konnten deutliche Leistungsdefizite der Patienten im Bereich des expliziten und impliziten Gedächtnisses und des schlußfolgernden Denkens nachgewiesen werden. Die Gruppen unterschieden sich nicht in der Anzahl lakunärer Läsionen oder im Ausmaß der Veränderungen der White Matter. In beiden Gruppen waren höhergradige Veränderungender White Matter mit höherem Lebensalter und schlechteren kognitiven Testleistungen assoziiert. Im Vergleich mit den Kontrollprobanden zeigten Patienten mit Koronarer Herzkrankheit signifikant kleinere Hippocampusvolumina. Das Volumen des temporalen Pols und des temporalen Neocortex war nicht reduziert. Allerdings standen in der Patientengruppe kleinere Volumina des Hippocampus in einem Zusammenhang mit kleineren Volumina des temporalen Pols und des temporalen Neocortex sowie mit schlechteren neuropsychologischen Testleistungen. Kleinere Hippocampusvolumina von Patienten mit Koronarer Herzkrankheit und ihr Zusammenhang mit kleineren Volumina des temporalen Pols und des temporalen Neocortex können interpretiert werden als strukturelles Korrelat neurofibrillärer tangles und neuronalen Zelluntergangs im Temporallappen; neuropathologische Veränderungen, die bei Alzheimer-Patienten und in letzter Zeit auch bei Patienten mit Koronarer Herzkrankheit gefunden wurden.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Koschack, Janka
- Contributors dc:contributor
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- Irle, Eva Prof. Dr.
- Lüer, Gerd Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 12Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
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https://dx.doi.org/10.53846/goediss-573
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-474-8
webdoc-474
362850992 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AE73-F