Abstract
dc:descriptionIn dieser Arbeit werden die Vorhersagen von drei Modellen, das Impulsgber-Zähler- Modell von Creelman (1962), die Dyanamic-Attending-Theorie von Barnes und Jones (2000) und das Multiple-Look-Modell von Drake und Botte (1993) mit den Ergebnissen aus 7 Experimenten verglichen. Den Versuchspersonen wurde eine Sequenz, bestehend aus gefüllten Intervallen vorgespielt, und sie mussten ein zeitlich abweichendes in der sonst isochronen Sequenz entdecken. Es wurden die Standarddauer der Intervalle, die Position des abweichenden Intervalls in der Sequenz, die Gesamtanzahl der Intervalle in der Sequenz, die Dauer der Interstimulus-Intervalle und die Präsentationsweise mehrerer Standarddauern innerhalb eines Blocks variiert. Zudem wurden unterschiedliche Maße zur Bestimmung der Wahrnehmungsleistung eingesetzt. Die Manipulation der Standarddauer führte zu niedrigeren Wahrnehmungsschwellen bei kurzen im Vergleich zu langen Standarddauern, so wie es das verallgemeinerte Webersche Gesetz vorhersagt. Die Gesamtsequenzlänge hatte keinen Einfluss auf die Wahrnehmungsleistung, was für eine analytische und gegen eine holistische Verarbeitung der Sequenzen spricht. Die Manipulation der Position des abweichenden Intervalls in der Sequenz führte zu einer Verbesserung der Wahrnehmungsleistung über die ersten Intervalle der Sequenz hinweg, so wie es die Dynamic-Attending- Theorie oder auch das Multiple-Look-Modell vorhersagen. Eine geblockte Präsentation von verschiedenen Standarddauern erwies sich gegenüber einer randomisierten Präsentation mehrerer Standarddauern innerhalb eines Blocks als vorteilhafter für die Erkennung eines abweichenden Intervalls, wenn die Standarddauer der Sequenz dem Mittelwert aller Dauern entsprach. Entsprach sie nicht dem Mittelwert aus den präsentierten Dauern, kam es zu Leistungseinbußen. Die Ergebnisse zur Manipulation der Dauer der Interstimulus-Intervalle widersprechen den Vorhersagen der Dynamic-Attending-Theorie und befinden sich in Einklang mit den Überlegungen des Multiple-Look-Modells, das keinen Effekt der Interstimulus-Intervall-Dauer auf die Wahrnehmungsleistung vorhersagt. Die Verwendung längerer und kürzerer abweichender Intervalle hat gegenüber der Verwendung nur längerer Intervalle den Vorteil, dass die Genauigkeit der Wahrnehmungsleistung und die Urteilsvariabilität getrennt voneinander untersucht werden können und darüber hinaus auch die Wahrnehmungsleistung allgemein verbessert wird. Die detailliertere Analyse von Urteilsvariabilität und Genauigkeit der wahrgenommenen Dauer offenbarte, dass die Wahrnehmungsleistung möglicherweise durch Erwartungseffekte beeinflusst wird. Zudem konnte ein deutlicher Effekt der Lenkung der Aufmerksamkeit in der Zeit auf das abweichende Intervall nachgewiesen werden was somit allgemein gültige psychologische Effekte der Wahrnehmung repliziert.
Author and committee
dc:creator, dc:contributor.*- Author dc:creator
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- Blaschke, Stefan
- Contributors dc:contributor
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- Rammsayer, Thomas Prof. Dr.
- Gibbons, Henning PD Dr.
- Schulze, Hans-Henning Prof. Dr.
Subjects
dc:subject × 18- 150 Psychologie
- Psychologie
- Zeitwahrnehmung
- Rhythmus
- Oszillator-Modell
- Impulsgeber-Zähler-Modell
- Gedächtnis
- Aufmerksamkeit
- time perception
- rhythm
- oscillator-model
- pacemaker-counter-model
- memory
- attention
- 77.30
- 77.40
- FAB 100: Wahrnehmungspsychologie, Sinnespsychologie
- FAB 440: Gedächtnis, Wissenspsychologie
Rights
dc:rights- Language dc:language
- ger
Identifiers
dc:identifier.*- Identifier
-
urn:nbn:de:gbv:7-webdoc-2211-6
webdoc-2211
615322484 - OAI identifier oai:identifier
- oai:ediss.uni-goettingen.de:11858/00-1735-0000-0006-AD6C-9